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Digitales Kuratieren – und dann?

Type of publication Peer-reviewed
Publikationsform Proceedings (peer-reviewed)
Author Kulawik Bernd,
Project Wissenschaftliche Erschliessung frühneuzeitlicher Bauaufnahmen antiker Monumente
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Proceedings (peer-reviewed)

Title of proceedings Tagungsband EVA 2016 Berlin
Place Berlin

Abstract

Das Problem der mangelnden nicht gesicherten Langfristverfügbarkeit digitaler Daten ist nicht neu, wird aber kaum lösungsorientiert diskutiert. Der Schweizerische Nationalfonds erwartete bspw. bei seinem Call for Editions von den Antragstellern, dass sie selbst Lösungsvorschläge für dieses Problem formulierten: Auf Nachfrage wurde die Langfristverfügbarkeit mit anzustrebenden „10–20 Jahren“ angegeben! Es sollen also das (immer zu knappe) Geld und die nur begrenzt verfügbare Arbeits- und Lebenszeit von Wissenschaftlern in Projekte investiert werden, die im weiteren Leben der Wissenschaftler von diesen selbst selbst nicht mehr nutzbar sein werden? Abgesehen davon, dass 10–20 Jahre bereits mit den gängigsten Software-Lösungen kaum zu garantieren sind, scheinen längere Fristen gar nicht ins Auge gefasst zu werden – und dies ausgerechnet in dem Bereich der Kultur, der sich oft mit Jahrhunderte, gar Jahrtausende alten Artefakten beschäftigt, sowohl in der Aufbewahrung (Museen, Archive, Sammlungen) als auch in der Dokumentation und Erschließung. Digitales Kuratieren erscheint dabei als eine Obermenge all jener Problemfelder, die für wirklich langfristige Lösungen zu berücksichtigen wären.
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