Lead
Die Digitalisierung verursacht massive Veränderungen der Anforderungsprofile auf dem Ar-beitsmarkt. Ob dies zu Ungleichgewichten führt, hängt von der Reaktion des Arbeitsange-bots ab. Sie bietet zudem neue Möglichkeiten und Herausforderungen für die Gestaltung von Beschäftigungsverhältnissen.

Lay summary
Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts

Wir dokumentieren, wie sich die Anforderungsprofile technologiebedingt verändern und untersuchen, wie Arbeitsangebot und -nachfrage darauf reagieren. Im Fokus stehen auf Fir-menseite Anpassungen bei Einstellungen, Fortbildungen und der Gestaltung von Beschäfti-gungsverhältnissen. Beim Arbeitsangebot fokussieren wir auf die Anpassungen von Beschäf-tigten, die Suchstrategien, Fortbildung und Umschulung von Arbeitslosen, sowie die Bil-dungs- und Berufswahl von neu in den Arbeitsmarkt eintretenden StudienabgängerInnen. Dabei gehen wir auch der Frage nach, wie gut das Studienangebot der Universitäten auf die sich ändernden Bedürfnisse des Arbeitsmarktes vorbereitet. Kern des Projekts ist die Erhe-bung umfangreicher Daten, die es erstmals ermöglichen all diese Fragen für die Schweiz zu beantworten.

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext

Die Erkenntnisse aus dem Projekt ermöglichen es, den Qualifizierungsbedarf zu ermitteln, der für die Anpassung von Bildungsangeboten für Beschäftigte, arbeitsmarktlichen Mass-nahmen für Arbeitslose und Studienangeboten für Neueinsteiger in den Arbeitsmarkt not-wendig ist. Ausserdem erlauben sie, evidenzbasierte Empfehlungen für individuelle Bewälti-gungsstrategien sowie arbeitsmarkt- und unternehmenspolitische Massnahmen zur Anpas-sung an die digitale Transformation zu geben.