Lead
Alkenone sind organische Verbindungen dessen Signaturen die Bestimmung von früheren Änderungen der Meeresoberflächentemperatur (MOT) ermöglichen. In marinen Sedimenten sind Alkenone mit feinkörnigen Mineralpartikeln assoziiert, welche leicht mobilisiert und von Meeresströmungen transportiert werden können. Wir stellen die Hypothese auf, dass lateraler Partikeltransport Alkenonsignaturen verlagert und daher einen Einfluss auf die mittels Alkenonen berechnete MOT haben kann, was schliesslich zu Unsicherheiten in den daraus abgeleiteten Interpretationen früherer Klimaveränderungen führen kann.

Lay summary

Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts

Das übergeordnete Ziel ist Assoziationen zwischen Alkenonen und Mineralpartikeln zu untersuchen um zu bestimmen ob hydrodynamische Prozesse räumliche oder zeitliche Offsets der Alkenonsignaturen verursachen und potentielle Auswirkungen auf die Rekonstruktion vergangener MOT einzuschätzen. Dabei werden wir uns auf Sedimente aus bedeutenden Meeresgegenden konzentrieren, welche im Fokus von intensiven Paleo-Klimauntersuchungen stehen.

 

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts

Die Ermittlung der Ursachen und des zeitlichen Verlaufs von früheren kurzzeitigen Klimaveränderungen ist auch durch das wachsende gesellschaftliche Interesse hinsichtlich möglicher gegenwärtiger Konsequenzen eines schnellen und unvorhergesehenen Klimawandels zum Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Untersuchungen geworden. Seit ihrer Entdeckung im Jahre 1986 sind Alkenone zu einem der am meisten angewandten und etablierten Werkzeuge geworden, um frühere Veränderungen der MOT zu bestimmen. Ein umfassendes Verständnis der Einflussgrössen auf Alkenonsignaturen ist daher von entscheidender Bedeutung für robuste Paleo-Klimarekonstruktionen.