Lead
Lebewesen bewegen sicht meist während sie mit dem Auge sehen oder optische Eindrücke wahrnehmen. Ziel des Projektes ist es herauszufinden, welche Rolle die Bewegungen des Auges oder Lebewesens bei der Informationsverarbeitung der Sehwahrnehmungen spielen.

Lay summary
 Lebewesen bewegen sich eigentlich immer, während sie mit dem Auge sehen oder optische Eindrücke wahrnehmen. Es gibt Bewegungen des ganzen Lebewesens, meist vorwärts, und zudem überlagerte Bewegungen der Augen, die sich bewusst oder unbewusst, willkürlich oder unwillkürlich in unterschiedliche Richtungen drehen können. Meist sind diese Bewegungen aktiv und ereignisgesteuert durch bestimmte visuelle Reize oder Ereignisse innerhalb des Sehfeldes.
Die Augenmotorik des Menschen ist ein sehr komplexes Systems mit einer Reihe von Regelkreisen. So dient die Netzhaut  oder Retina als eine Art Fühler oder Sensor mit einer ersten Signalverarbeitung, das Zentralnervensystem stellt Regelmechanismen zur Verfügung, und äußere Augenmuskeln bewegen dann die Augen. Mit der Änderung der Augenstellung geht auch eine Veränderung der Signal auf der Netzhaut einher, und hier schliesst sich der Kreis.

Ziel des Projektes ist es nun herauszufinden, welche Rolle die Bewegungen des Auges oder Lebewesens bei der Informationsverarbeitung der Sehwahrnehmungen in der Retina oder Netzhaut spielen. Dabei werden zwei Arten von Bewegung näher untersucht, grossräumigere gleichmässige Bewegungen des ganzen Auges oder Körpers und sogenannte Sakkaden, schnelle Bewegungen der Augen zur Erfassung eines neuen Ziels, bevor es dann mit den Augen fixiert wird.

Bei diesen Untersuchungen wird auch die Fovea miteingeschlossen, eine spezielle Region der Retina mit einer sehr hohen Dichte von Lichtrezeptoren (147.000 pro mm2). Die Fovea oder Sehgrube ist eine im Zentrum des sogenannten Gelben Flecks gelegene Einsenkung der Netzhaut (Retina) und der Bereich des schärfsten Sehens bei Säugetieren. Die Fovea des erwachsenen Menschen hat einen Durchmesser von circa 1,5 mm.