Lead
Patientenzentrierte Kommunikation spielt eine wichtige Rolle in der medizinischen Versorgung. Während wichtige Informationen in gewissen Bereichen repetitiv dargeboten werden können, sind Patienten im Kontext der Notfallversorgung auf ein einziges, qualitativ möglichst hochstehendes Austrittsgespräch angewiesen. Auf diesem Hintergrund leistet das Projekt einen Beitrag zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Ärztinnen und Patientinnen.

Lay summary

Inhalt und Ziele des Forschungsprojekts

 

Die bisherige Forschung konzentrierte sich vor allem auf die Form der Informationsvermittlung (z.B. mündlich vs. schriftlich); die Darbietung und der sinnvolle Inhalt der Austrittsinformation, insbesondere im Notfall-Setting, wurde bis anhin kaum erforscht.

Das Projekt soll durch Ärztetrainings die Erinnerungsleistung von Patienten verbessern. Zu diesem Zweck wird eine Gruppe von Ärzten darin geschult, Informationen strukturiert wiederzugeben, während die andere Gruppe von Ärzten darin geschult wird Informationen auf eine empathische Art wiederzugeben.

Wir gehen davon aus, dass beide Trainings zu einer Verbesserung der Erinnerungsleistung führen werden, wobei die Patientengruppe welche strukturierte Informationen erhält, der Gruppe mit den auf Empathie geschulten Ärzten überlegen sein dürfte. Unsere Untersuchungen werden dazu beitragen, die psychologischen Mechanismen hinter einem effektiven Arzt-Patienten Gespräch besser zu verstehen.

 

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts

 

Das Projekt soll Erkenntnisse darüber liefern, wie Austrittsgespräche optimal gestaltet werden. Zusätzlich wird der Zusammenhang von Informationsstrukturierung und Gedächtnis unter dem Gesichtspunkt der Psychologie untersucht.

 

Key words

 

discharge, communication, recall, information-giving

 

 

 

30. März 2015