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Oft ist eine Organtransplantation die letzte Möglichkeit, Patienten mit terminalem Organversagen zu retten. Die Transplantationsmedizin hat in den letzten Jahre grosse Fortschritte gemacht, bleibt aber für Patienten und Ärzte eine grosse Herausforderung. Der Erfolg für das Individuum ist bestimmt durch das komplexe Zusammenspiel aus bio-medizinischen, psychosozialen und behandlungs-bezogenen Faktoren. Das Verständnis der Erfolgsfaktoren ist daher von grossem Interesse.

Lay summary

Die Schweizerische Transplantations Kohortenstudie (STCS)

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Oft ist eine Organtransplantation die letzte Möglichkeit, Patienten mit terminalem Organversagen zu retten. Die Transplantationsmedizin hat in den letzten Jahre grosse Fortschritte gemacht, bleibt aber für Patienten und Ärzte eine grosse Herausforderung. Der Erfolg für das Individuum ist bestimmt durch das komplexe Zusammenspiel aus bio-medizinischen, psychosozialen und behandlungs-bezogenen Faktoren. Das Verständnis der Erfolgsfaktoren ist daher von grossem Interesse.

Inhalt und Ziel des Forschungsprojektes

Im Jahre 2007 haben Forscher aus verschiedenen Disziplinen die Schweizerische Transplantations Kohortenstudie (STCS) ins Leben gerufen. Die STCS ist eine Multizenterstudie, die für die Nachbeobachtung von Organempfängern in der Schweiz entwickelt wurde. Die Ziele der STCS sind, Forschung und Entwicklung im Bereich transplantationsbedingter Infektionskrankheiten, Genetik, Immunologie, Onkologie und psychosozialer Faktoren zu fördern. Zudem sollen Langzeitresultate veröffentlicht und internationalen verglichen werden. 

Seit Mai 2008 ist die STCS operativ tätig und hat bis Ende 2012 2122 Transplantatempfänger eingeschlossen und über 50 Forschungsprojekte gutgeheissen.

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojektes

In der Schweiz werden jährlich in 6 Zentren bis zu 400 Transplantationen durchgeführt. In den letzten Jahren hat sich die STCS als Forschungsinstrument in der hochspezialisierten und multidisziplinären Patientenversorgung etabliert. Ein Kernbestandteil sind Expertengremien, die laufend an der Harmonisierung der Versorgungskonzepte arbeiten. National und international profitieren Experten von Bio-Proben und qualitativ hochwertigen Daten für die patienten-zentrierte Forschung. Zudem macht das öffentliche Reporting der Transplantationsergebnisse die  Behandlungserfolge transparent. Es wird erwartet, dass dieser Schritt zusätzlich zu einer Verbesserung der Versorgungsqualität führt.