Lead
Auf dem Weg zu einer integrativen Wasserpolitik Wasser ist einer der wertvollsten Rohstoffe, den unsere Umwelt bereitstellt. Der Mensch erschliesst das Wasser, verteilt und reinigt es und muss Überschwemmungen abwehren. Die nachhaltige Nutzung von Wasser als einer vorrangigen Aufgabe von Politik und Gesellschaft stösst aber auf sehr divergierende Interessen, die optimiert werden müssen.

Lay summary
Hintergrund
Aktuelle und zukünftige Ansprüche an das Wasser, aber auch Veränderungen in der Umwelt können zu Problemen führen. Es gilt gesellschaftlichen Bedarf, ökologische Ansprüche und Sicherung von Ressourcen im Gleichgewicht zu halten. Diese Herausforderungen nehmen unterschiedliche Institutionen wahr, welche verschiedenen Zielsetzungen und Regeln folgen. Somit besteht Bedarf für eine verbesserte Zusammenarbeit und Vernetzung über die Wassersektoren wie Versorgung, Entsorgung, Gewässerschutz, Wasserkraftgewinnung, und Schutz vor Hochwasser hinweg. Für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser ist eine integrative Herangehensweise angezeigt, welche die verschiedenen Akteure vereinigt und gemeinsames Lernen ermöglicht.

Ziel
Das Projekt untersucht, wie eine integrative Schweizer Wasserpolitik aussehen könnte. Es wird beurteilt, wie die Wassersektoren zusammenarbeiten und wie sie in geeigneter Weise gesteuert werden können. Dabei werden folgende Aspekte berücksichtigt, die für die Sektoren Wassernutzung, Gewässerschutz und Schutz vor Hochwasser wichtig sind: Geographischer Raum, rechtliche Zuständigkeiten, politische Kompetenzen, Organisationsstrukturen und das Management dieser Sektoren. Die Institutionen und Akteure werden mit Workshops und Fokusgruppen in die Forschung einbezogen. Zudem werden Strategien und Instrumente vorgeschlagen, die geeignet sind, den Übergang von einer sektoriellen zu einer integrativen Wasserpolitik zu unterstützen.

Bedeutung
Das Projekt fördert eine verstärkte Zusammenarbeit und die Koordination zwischen den Wassersektoren, indem es die relevanten Akteure in die Forschung einbezieht. Im Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern der Natur- und Ingenieurwissenschaften, der Behörden und Verbänden sowie Umwelt- und Konsumentengruppen werden Konzepte für eine verbesserte Zusammenarbeit im Wassermanagement und Leitlinien für deren Umsetzung gemeinsam entwickelt.