Project

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Serge Stauffer - ein Vorreiter von Kunst als Forschung

English title Serge Stauffer - a pioneer of art as research
Applicant Hiltbrunner Michael
Number 143560
Funding scheme Project funding (Div. I-III)
Research institution Institut für Gegenwartskünste Zürcher Hochschule der Künste
Institution of higher education Zurich University of the Arts - ZHdK
Main discipline Arts
Start/End 01.07.2013 - 28.02.2014
Approved amount 62'390.00
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Keywords (5)

Artistic Research; Experimental Art; Oral History; History of Art Education; Estate Conservation

Lay Summary (German)

Lead
Im Forschungsprojekt «Serge Stauffer - ein Vorreiter von Kunst als Forschung» wird mittels Aufarbeitung des Nachlasses und Zeitzeugengesprächen die Rolle des Künstlers, Forschers und Dozenten Serge Stauffer untersucht. Dabei wird auch sein künstlerisches Werk und die von ihm mitinitiierte Kunstschule F+F genauer verortet.
Lay summary
Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts

Serge Stauffer (1929–1989) war ein Schweizer Künstler, Kunstvermittler, Übersetzer der Texte von Marcel Duchamp und 1971 Mitbegründer der F+F Schule für experimentelle Gestaltung Zürich. Seit 2011 erforscht Michael Hiltbrunner am Institut für Gegenwartskunst der Zürcher Hochschule der Künste dessen Schaffen und konnte Stauffers Nachlass der Graphischen Sammlung der Schweizerischen Nationalbibliothek Bern vermitteln. Im Nachlass finden sich Stauffers Werke, Korrespondenz, Studien, Dokumentationen seiner Lehrtätigkeit, eine Bibliothek und Kunstwerke. Dieser Bestand wird archivisch erschlossen und durch Gespräche mit Zeitzeugen ergänzt.

Für das Forschungsprojekt interessiert, inwiefern Stauffer Kunst als Forschung verstand, wie er diese definierte und welche Bedingungen er daran anknüpfte. Vor diesem Hintergrund ist auch zu fragen, welche Rolle die Kunstschule F+F als Plattform für eine experimentelle und progressive Kunstausbildung spielte und wie Stauffers künstlerisches Werk eingeordnet werden kann.

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext

Mit «Kunst als Forschung» wurden Wege gesucht, sich ausserhalb eines weitgehend durch kommerzielle und institutionelle Regeln bestimmten Kunstsystems auf Fragen zu konzentrieren, die den Menschen als Ganzes betreffen. Die historische Aufarbeitung soll aktuelle Fragestellungen und Definitionen künstlerischer Forschung zur Diskussion stellen.

Direct link to Lay Summary Last update: 29.04.2013

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Publications

Publication
Serge Stauffer. Biografisches und Emanzipatorisches
Hiltbrunner Michael (2015), Serge Stauffer. Biografisches und Emanzipatorisches, in Koller Simone und Züst Mara (ed.), Scheidegger & Spiess, Zürich, 43-46.
Serge Stauffer. Biographical and Emancipatory Matters
Hiltbrunner Michael (2015), Serge Stauffer. Biographical and Emancipatory Matters, in Koller Simone and Züst Mara (ed.), Scheidegger & Spiess, Zürich, 43-46.
Kunst als Forschung, thesen
Stauffer Serge (2013), Kunst als Forschung, thesen, in Hedinger Johannes M. (u.a.) (ed.), Kadmos, Berlin, 546-547.

Scientific events

Active participation

Title Type of contribution Title of article or contribution Date Place Persons involved
Tag der Forschung der Zürcher Hochschule der Künste Poster La science est une question administrative 30.01.2014 Zürich, Switzerland Portmann Andrea; De Micheli Gina; Messner Philipp; Hiltbrunner Michael;
Inventing Futures - Artistic Research with/in Educational Institutions Talk given at a conference Serge Stauffer - Art as Research. A Utopic Theory from 1976/77 03.12.2013 Arnhem, Netherlands Hiltbrunner Michael;
Workshop «Kunst und Ethnografie», Forschungsprojekt Handyfilme (SNF Nr. 138'178) Talk given at a conference Serge Stauffer und die F+F 23.10.2013 Zürich, Switzerland Hiltbrunner Michael;


Knowledge transfer events

Active participation

Title Type of contribution Date Place Persons involved
Liliane Csuka - In Peru, Ausstellung Talk 19.02.2014 Zürich, Switzerland Hiltbrunner Michael;


Communication with the public

Communication Title Media Place Year
Talks/events/exhibitions Inauguration Archiv Serge und Doris Stauffer German-speaking Switzerland 2014
Print (books, brochures, leaflets) Postkarte Happening «Wald» im Kurs Teamwork bei Doris Stauffer, 1969 German-speaking Switzerland International 2014
Talks/events/exhibitions Doris Stauffer: Wir brauchen eine gänzlich neue Art von Leben German-speaking Switzerland International 2013
Talks/events/exhibitions Peter Trachsel - die Hasena, seit 1981 German-speaking Switzerland 2013
Talks/events/exhibitions serge stauffer - kunst als forschung German-speaking Switzerland International 2013
Print (books, brochures, leaflets) Serge Stauffer - Kunst als Forschung. Essays, Gespräche, Übersetzungen, Studien International German-speaking Switzerland 2013
Talks/events/exhibitions visionäres kunstlabor German-speaking Switzerland International 2013

Associated projects

Number Title Start Funding scheme
198915 F+F 1971 - Radical Pedagogy Reloaded 01.07.2021 Agora
163621 Please Worry! - Critical Pedagogies in Graduate Art Education 01.12.2015 Scientific Conferences

Abstract

Beim vorliegenden Forschungsprojekt wird mittels Bestandesbeschrieb der Nachlass des Künstlers, Forschers und Dozenten Serge Stauffer (1929-1989) erschlossen, seine Rolle als Vorreiter des Forschungsdiskurses in der Gegenwartskunst eruiert und als Ergänzungsdokumentation werden Gespräche mit Zeitzeugen geführt. In diesem Zusammenhang auch sein künstlerisches Werk kunstwissenschaftlich kontextualisiert und die von ihm mitinitiierte Gründung der Kunstschule F+F genauer verortet. Das Projekt schliesst an eine Ausstellung im Helmhaus Zürich an, zu welcher eine Publikation erschien. Eine ebenfalls von Michael Hiltbrunner am Institut für Gegenwartskunst (IFCAR) der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) 2011 initiierte Vorstudie zeigte Stauffer als weitvernetzte und vielfältig aktive Künstlerpersönlichkeit. Er war in der damaligen Kunstszene Akteur in verschiedenen teilweise erst jetzt etablierten Zusammenhängen und engagierte sich schon seit 1968 für gestalterische Forschung. Zur Vorstudie gehörten Gespräche mit Familie und Umfeld von Stauffer und eine Sichtung des Nachlasses mit Übersichtsverzeichnis. Der Nachlass ist, ausser dem Bestand zu Marcel Duchamp in der Staatsgalerie Stuttgart, integral erhalten. Darunter finden sich eine wertvolle Korrespondenz, unveröffentlichte Künstlertexte, sowie Studien von Stauffer, Dokumentationen seiner Lehrtätigkeit, eine Bibliothek und Kunstwerke. Für die Übernahme des Nachlasses konnte die Graphische Sammlung der Schweizerischen Nationalbibliothek in Bern gewonnen werden. Aus dieser Vorstudie resultiert das nun vorliegende Forschungsprojekt, in welchem der Nachlass archivisch erschlossen, durch Gespräche mit Zeitzeugen ergänzend dokumentiert und für die weitere Forschung zugänglich gemacht wird. Ebenfalls konnte aufgrund der Vorstudie Anfangs 2013 die Ausstellung «serge stauffer - kunst als forschung» im Helmhaus Zürich eingerichtet werden. Dazu erschien im Verlag Scheidegger & Spiess eine Publikaton mit Texten und Werkdokumentationen von Stauffer. In diesem Rahmen fand im März 2013 weiter die Tagung «Visionäres Kunstlabor» statt, an welcher erste Forschungsfragen mit Experten diskutiert wurden. Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung zu Stauffer fehlt sonst bisher. Da die offenen Fragen zahlreich sind, konzentriert sich das vorliegende Projekt auf drei zentrale Aspekte: Zunächst geht es (1) um die genauere Eruierung von Stauffer als Vorreiter des Forschungsdiskurses in der Gegenwartskunst, dessen historische Einordnung und dessen Relevanz für die heutige künstlerische Forschung. Dazu soll auch (2) das künstlerische Werk von Stauffer kunstwissenschaftlich verortet werden, dies gerade auch im Zusammenhang mit seiner Forschung. Als wichtige Plattform für experimentelle und progressive Kunstausbildung wird (3) die im Nachlass gut dokumentierte Geschichte der von Stauffer mitgegründeten Kunstschule F+F genauer aufgearbeitet.
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