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Wald und Holz. Eine Spurensuche in alten Zuger Akten

Type of publication Not peer-reviewed
Publikationsform Original article (non peer-reviewed)
Publication date 2010
Author Klee Doris,
Project Holzbauten des Mittelalters und der Neuzeit in der Zentralschweiz
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Original article (non peer-reviewed)

Journal Kunst + Architektur in der Schweiz
Volume (Issue) 61(1)
Page(s) 24 - 29
Title of proceedings Kunst + Architektur in der Schweiz

Abstract

Holz war im Mittelalter eine der wichtigsten natürlichen Ressourcen. Im Alltag war Holz unerlässlich für das Kochen und Heizen, für das Zäunen und vor allem für den Bau von Häusern. Mit steigendem Holzbedarf wurde der Wald zu einem immer kostbareren Gut. Dieser Wandel lässt sich anhand von Nutzungskonflikten sowie Geboten und Verboten in den Zuger Akten des 14. bis 17. Jahrhunderts dokumentieren. Die Hauptakteure sind die Stadt Zug und die verschiedenen Dörfer, die auf Kosten von Adligen und Klöstern verschiedene Wälder in ihren Besitz brachten und für den Holzbezug detaillierte Verordnungen erliessen. Die Aufsicht über die Wälder führten sogenannte Bannwarte. Der Holztransport war aufwändig und erfolgte wenn immer möglich auf dem Wasserweg. Wälder in Siedlungsnähe und an Gewässern waren deshalb besonders wertvoll. Der Eindruck einer Holzverknappung, den die Akten zuweilen vermitteln, bezieht sich meist auf solche günstig gelegenen Wälder. An schlecht erreichbaren oder steilen Lagen gab es weiterhin Wald im Überfluss.
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