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Rahn in Rom und Ravenna. Arbeit an der «byzantinischen Frage» und an der eigenen Karriere

Type of publication Peer-reviewed
Publikationsform Original article (peer-reviewed)
Author Mondini Daniela,
Project Grundlagen der Kunstgeschichte in der Schweiz: von Rahn bis Wölfflin
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Original article (peer-reviewed)

Journal Zeitschrift für Schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte
Volume (Issue) 69(3/4)
Title of proceedings Zeitschrift für Schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte

Abstract

Anhand der Skizzen- und Notizbücher von Johann Rudolf Rahns Aufenthalt in Rom und Ravenna (1866/67) werden die Verfahren des Erforschens des Studienobjekts mit dem Zeichenstift im Zusammenhang mit dem wenig beachteten wissenschaftlichen Frühwerk des schweizer Kunsthistorikers beleuchtet. Der junge Rahn wusste sich mit der Wahl seines Dissertationsthemas zum «christlichen Central- und Kuppelbau» geschickt in die in den mittleren Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts international geführte Forschungsdiskussion um die terminologische und konzeptuelle Separierung von romanischer von byzantinischer Architektur einzuschreiben. Mit der These des Primats Roms für die Entstehung einer christlichen Baukunst zog er die Aufmerksamkeit von Carl Schnaase auf sich, der ihn zur Mitarbeit an der Neuausgabe des 3. Bandes seiner «Geschichichte der Bildenden Künste» einlud. Nach der Ernennung zum Privatdozenten verliess Rahn um 1870 den «altchristlichen» und somit auch internationalen Strang seiner Forschungen. Das in Rom in den Skizzenbüchern «aufgenommene», die frühchristliche und mittelalterliche Kunst betreffende Material blieb in der Folge ungenutzt.
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