Publication

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Original article (peer-reviewed)

Journal Blätter für Agrarrecht
Volume (Issue) 51
Page(s) 145 - 173
Title of proceedings Blätter für Agrarrecht

Abstract

Die Fair-Food-Initiative, die die Grune Partei Schweiz lanciert hat, mochte den Import von Lebens- und Futtennitteln in die Schweiz nachhaltig gestalten. Die Idee, mit Hilfe von Handelsmassnahmen Anreize fiir mehr Nachhaltigkeit zu schaf­fen, ist nicht neu und gerade im Zusammenhang mit den Welthandelsregeln schon oft diskutiert worden. Im Zentrum steht die Frage, ob Produktionsmethoden (sog. «processes and production methods» oder PPMs) bei der Ausgestaltung von Han­delsregeln beri.icksichtigt werden konnen oder sollen. Anders gefragt: Solien Pro­dukte, die auf unterschiedliche Weise hergestellt worden sind, vom importierenden Staat auf unterschiedliche Weise behandelt werden dilrfen? Der vorliegende Arti­kel untersucht diese Frage im Hinblick auf Agrarprodukte. Er zeigt auf, wo die von der Fair-Food-Initiative vorgeschlagenen Massnahmen in der Debatte um ein nachhaltiges Agrarhandelssystem verortet werden konnen. Ausserdem wird erlau­tert, wie die Initiative volkerrechtskompatibel umgesetzt werden konnte, und wie dadurch nachhaltige Ernahrungssysteme nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Landern wie Bol ivien und Kenya gefordert wi.irden.
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