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Oskar Kokoschka’s Commitment to Czechoslovakia

Type of publication Peer-reviewed
Publikationsform Contribution to book (peer-reviewed)
Publication date 2015
Author Bonnefoit Régine,
Project Kunstgeschichtsschreibung als Diktat des Künstlers - Das Beispiel Oskar Kokoschka
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Contribution to book (peer-reviewed)

Book Oskar Kokoschka and the Prague Cultural Scene
Editor , Tieze Agnes und Rokytova Bronislava
Publisher Wienand, Köln
Page(s) 9 - 15
ISBN 978-3-86832-271-2
Title of proceedings Oskar Kokoschka and the Prague Cultural Scene

Abstract

Ab 1936 arbeitete Kokoschka an einem Theaterstück über Comenius, das erst 1972 publiziert wurde. Der Aufsatz stellt einige frühere Fassungen des Theaterstücks dar, die sich im schriftlichen Nachlass des Künstlers in der Zentralbibliothek Zürich erhalten haben. Ein Typoskript, auf dessen Deckblatt bereits Kokoschkas Londoner Adresse steht, enthält eine zweiseitige Vorrede, in der er auf die erzieherische Wirkung des Dramas eingeht: »Wer, mit dem Autor, heute die Bühne noch im schillerischen Sinne gewertet wissen will als moralische Anstallt [sic], fasse Vertrauen, dass jeder Einzelne im Leben dazu berufen ist, den Geist seiner Zeit ins Leben zu rufen.« Rembrandt wird in der letzten Szene des Stücks von einem Hauptmann als der »Ghettomaler Rembrandt mit seiner entarteten Trinkernase« beschimpft. Kokoschka spielt hier auf die absurde Forderung eines nationalsozialistischen Funktionärs an, auch die alte Kunst nach »arischen« Prinzipien zu reinigen, indem man die Bilder des »jüdischen Ghettomalers Rembrandt« aus deutschen Sammlungen entfernt. Am Ende stürzt die Nachtwache aus Rembrandts Bild auf die Bühne, um Synagogen in Brand zu setzen und Juden zu erschlagen.
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