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Original article (peer-reviewed)

Journal Verhaltenstherapie
Page(s) 1 - 14
Title of proceedings Verhaltenstherapie
DOI 10.1159/000501565

Open Access

URL https://www.karger.com/Article/FullText/501565
Type of Open Access Publisher (Gold Open Access)

Abstract

Patient*in und Therapeut*in (Allianz) in herkommlichen Face-to-Face-Interventionen ist einer der am meisten unter- suchten Faktoren der Psychotherapie und ein robuster Pra- diktor des Therapieerfolgs. Zahlreiche Forschungsergeb- nisse weisen bei internetbasierten Ansatzen, die einen Kon- takt mit Fachleuten beinhalten, auf gute bis sehr gute Behandlungseffekte hin. Bezuglich der Bedeutung der Alli- anz fur den Therapieerfolg internetbasierter Interventionen werden jedoch uneinheitliche Ergebnisse diskutiert. Ziel der vorliegenden Metaanalyse ist, den Zusammenhang zwi- schen Allianz und Therapieerfolg internetbasierter Interven- tionen systematisch zu untersuchen. Material und Metho­ de: Durch die systematische Literaturrecherche konnten 18 Studien zu internetbasierten Interventionen mit 23 unab- hangigen Stichproben und 1’177 Teilnehmenden einge- schlossen werden. Ergebnisse: Die gewichtete durchschnitt- liche Gesamt-Effektstarke betrug r = 0,252, p < 0,001, 95% CI [0,19, 0,31], was einen moderaten Zusammenhang mit einer Varianzaufklarung von ungefahr 6% hinsichtlich des Thera- pieerfolgs darstellt. Dabei war die Ubereinstimmung zwi- schen Patient*in und Therapeut*in bezuglich der Aufgaben innerhalb der Behandlung (rtask = 0,28) leicht pradiktiver fur den Therapieerfolg als die emotionale Bindung zum*zur Therapeut*in (rbond = 0,16; QM(3) = 26,85, p < 0,001). Die Ef- fektstarken zeigten sich homogen und es wurden keine sig- nifikanten Moderator-Variablen identifiziert. Diskussionen und Schlussfolgerung: Auch bei internetbasierten Interven- tionen kommt der Allianz eine wichtige Rolle in Bezug auf den Therapieerfolg zu.
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