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Episches Erzählen bei Goethe als Reflexion auf moderne Zeitlichkeit

Type of publication Peer-reviewed
Publikationsform Other publication (peer-review)
Author EgloffMiriam,
Project Die Eposdebatte der Klassik als Reflexionsort historischer Beschleunigung
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Publisher Philosophische Fakultät Universität Zürich, Zürich

Open Access

URL https://www.zora.uzh.ch/id/eprint/192831/
Type of Open Access Green OA Embargo (Freely available via Repository after an embargo)

Abstract

Die Gattung des Epos gilt spätestens seit Hegels geschichtsphilosophischen Verabschiedung aufgrund poetologischer Merkmale wie Breite, Totalität und Langsamkeit geradezu als die Antithese moderner Literatur. Wenn zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Epische restituiert und dabei insbesondere seine Erzählökonomie der Entschleunigung hervorgehoben wird, dann zeigt sich daran aber nicht nur, dass es in der Neuzeit sehr wohl einen Epikdiskurs gibt, sondern auch dass dieser kritisch auf die Erfahrung einer prekären, beschleunigten Lebenswelt Bezug nimmt. Die Dissertation verfolgt diese alternative Erzähltradition in die Eposdebatte um 1800 zurück und zeigt das Epische entlang der theoretischen Gattungsdiskussion sowie Goethes Versepen als wichtigen Abbildungs- und Verhandlungsort einer problematischen Moderne auf, deren Kerndynamik sich bereits zu diesem Zeitpunkt als eine unabsehbare Beschleunigung der kollektiven und individuellen Lebensrhythmen bemerkbar macht.
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