Lead
Wohlbefinden in der Schule trägt zum Engagement der Schüler/innen bei, verbessert Lernprozesse im Klassenzimmer und unterstützt das Erreichen schulischer Bildungsziele. Entsprechend haben viele Gesellschaften erkannt, wie wichtig es ist, in der Schule nicht nur den akademischen Erfolg, sondern auch das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Wie dies erfolgen kann, ist allerdings noch weitgehend unklar. Im Projekt WESIR gehen wir deshalb der Frage nach, was zum Wohlbefinden in der Schule beiträgt und wie es gezielt gefördert werden kann.

Lay summary

Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts

Das Projekt WESIR verfolgt drei Ziele: (1) Zunächst werden individuelle Merkmale und die Rolle des schulischen Umfelds auf das Wohlbefinden von Schüler/innen der Sekundarstufe untersucht und die Faktoren identifiziert, welche die Entwicklung des Wohlbefindens von Schüler/innen beeinflussen. (2) Anhand einer Interventionsstudie in Schulen werden anschliessend die Auswirkungen schulbasierter Interventionsprogramme zur Förderung des Wohlbefindens auf das kurz- und langfristige Wohlbefinden der Schüler/innen analysiert. (3) Aus den Ergebnissen wird dann wissenschaftlich sowie praktisch relevantes Wissen über das Wohlbefinden der Schüler/innen abgeleitet und sowohl der Forschung als auch den Schulen und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts

Das Forschungsprojekt soll die Diskussion um das Wohlbefinden im schulischen Kontext bereichern. Unsere Arbeiten sollen dazu beitragen, die Entwicklung des Wohlbefindens der Schüler/innen sowie seine Ursachen und Korrelate besser zu verstehen. Eine umfassende Analyse des Wohlbefindens der Schüler/innen in verschiedenen Schulsystemen (in der Schweiz und in Russland) erweitert die empirische Grundlage für weitere Forschung und für die Gestaltung einer qualitativ hochwertigen Schulpraxis. Am Beispiel zweier unterschiedlicher Schulsysteme wird gezeigt, wie Schulen und Lehrpersonen das Wohlbefinden der Schüler/innen fördern und wie wohlbefindensförderliche Unterrichtsaktivitäten in bereits etablierte pädagogische Praktiken eingebettet werden können.