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Während sich der Zugang zu Bildung in den letzten Jahrzehnten weltweit stark verbessert hat, bleiben die Lernerfolge der Schulkinder in Entwicklungsländern oftmals sehr bescheiden. Dies rückt die Kompetenzen und Praktiken von Lehrpersonen ins Zentrum der Debatte.

Lay summary

Ziele des Forschungsprojekts

Während 95 Prozent der Primarschulkinder in Ländern mit hohem Einkommen Grundkenntnisse in Sprache und Mathematik erreichen, sind es in ärmeren Ländern weniger als 15 Prozent. Die bisherige Forschung zeigt, dass die Lernerfolge von Schulkindern vor allem von einem zentralen Faktor abhängen: der Lehrperson. Um die Bildungsqualität nachhaltig verbessern zu können, ist es daher zentral, besser zu verstehen, mit welchen Wissenslücken und Problemen sich die Lehrpersonen konfrontiert sehen und wie sich diese beheben lassen. Das Dissertationsprojekt geht diesen Fragen mithilfe von Feldexperimenten in El Salvador und Tansania auf den Grund. In zwei Evaluationsstudien wird zunächst die Wirkung von fachlichen und pädagogischen Weiterbildungen auf die Kompetenzen der Lehrpersonen und die ihrer Schülerinnen und Schüler untersucht. Anschliessend wird in einem dritten Projekt analysiert, inwiefern sich die Unterrichtsqualität und die Motivation von Lehrkräften durch verstärkte soziale Anerkennung für ihre Lehrtätigkeit fördern lassen.

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext

Bildung ist eine zentrale Voraussetzung für einen nachhaltigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungsprozess. So investieren Regierungen rund um die Welt beachtliche Beträge in ihre Schulen und ein grosser Teil der internationalen Entwicklungsgelder fliesst in den Bildungsbereich. Es ist daher zentral, wissenschaftlich zu evaluieren, welche Ansätze und Programme einen wirksamen Beitrag zur Verbesserung der Unterrichtsqualität leisten können.