Lead
Gegenstand dieses Projekts ist die Erforschung der nachhaltigen Krankheitsresistenz von Getreidekulturen. In Feldversuchen werden wir die Wirkungsweise und effiziente Anwendung von Resistenzgenen testen. Die Resultate dienen der Grundlagenforschung am pflanzlichen Immunsystem und können zur Entwicklung von neuen Strategien in der Pflanzenzüchtung verwendet werden.

Lay summary

Inhalt und Ziele des Forschungsprojekts 

Wir werden in Feldversuchen testen, ob neuartige Krankheitsresistenzgene aus Weizen Schutz vor Pilzkrankheiten bieten, und zwar als Transgene und Transgenkombinationen in Weizen, Gerste und Mais. Der Fokus liegt auf der Erzeugung dauerhafter Resistenz. In Weizen werden wir Kombinationen von Resistenzgenen und ein modifiziertes Resistenzgen gegen die Krankheit Mehltau prüfen. In Gerste und Mais soll ein Gen aus Weizen getestet werden, welches im Gewächshaus Resistenz gegen Gerstenmehltau und Rost bzw. gegen Maisbeulenbrand und die Blattfleckenkrankheit vermittelt. Die über vier Feldjahre erzielten Ergebnisse ermöglichen es uns, das Zusammenspiel der resistenten, transgenen Pflanzen und der natürlich vorkommenden Krankheitserreger zu erforschen. Damit können wertvolle Informationen über die Wirkungsweise von Resistenzgenen und von Kombinationen solcher Gene gewonnen werden. 

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts

Pflanzenkrankheiten werden in Europa immer noch häufig mit Pestiziden bekämpft. Ihr Einsatz wird jedoch zunehmend eingeschränkt oder verboten. Darum sind neue Lösungen für eine nachhaltige Pflanzengesundheit nötig, und die Erforschung neuer Ansätze ist dringlich. Feldversuche mit transgener Gerste und Mais zur Resistenzverbesserung sind neu in der Schweiz. Die Feldversuche ermöglichen einen Dialog mit der Öffentlichkeit, den Behörden und den Medien über die Chancen und Risiken der grünen Gentechnik und der modernen Pflanzenzüchtung.