Lead
Bakterielle Meningitis, insbesondere verursacht durch Infektion mit Pneumokokken und Listerien, ist eine schwere Infektion des zentralen Nervensystems. Trotz Fortschritte in der Prävention und Behandlung führt die Krankheit immer noch in bis zu 20% der Fälle zum Tod und hinterlässt bis zur Hälfte der Überlebenden mit Langzeitfolgen wie Taubheit und intellektuellen Defiziten, einschliesslich Gedächtnis- und Lernstörungen. Mittels neuer Krankheitsmodelle und nicht-invasive Methoden beabsichtigen wir die Krankheitsmechanismen der Pneumokokken- und Listerien-Meningitis besser zu verstehen und so neue therapeutische Ansätze zu entwickeln.

Lay summary

Einblicke in die Pathophysiologie der Pneumokokken und Listerien Meningitis mittels komplementärer Krankheitsmodelle und nicht-invasive Methoden zur Entwicklung neuer Therapien.

Inhalt und Ziele des Forschungsprojekts

Im Rahmen dieses Projektes fokussieren wir auf Meningitis verursacht durch Streptococcus pneumoniae und Listeria monocytogenes. Mittels neu entwickelter Krankheitsmodelle und Methoden wollen wir ein besseres Bild der Pathophysiologie der Meningitis schaffen. Das  Projekt besteht aus 3 Zielen: 1: Mit der Entwicklung eines Zebrafisch-Modells der Erkrankung und dank der transparenten Farbeigenschaft von Zebrafischembryos, haben wir die Möglichkeit, die Interaktion zwischen Pathogen und Wirt mittels Fluoreszenzmikroskopie über längere Zeit zu verfolgen und zu charakterisieren. Damit erlaubt uns das Zebrafischmodell eine effizientere Suche nach neuen Therapieansätzen um die Folgen der Meningitis auf die Neurointegrative Leistung zu verbessern. 2: Um das aktuelle Rattenmodel für Pneumokokken- und Listerien-Meningitis besser zu charakterisieren, wollen wir auch Methoden etablieren, die das Vorhersagen des neuronalen Schaden und folglich auch der neurofunktionelle Defizite mittels nicht invasiver Methoden erlauben. Zu den Methoden gehören die Messungen des Proteins „Neurofilament“ im Liquor und Serum als Biomarker für Hirn-Schaden sowie bildgebende Verfahren durch Magnetresonanz. 3: Mit den neu entwickelten Methoden haben wir Werkzeuge zur Hand um neue therapeutische Ansätze zu entwickeln und zu evaluieren.

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts

Im Rahmen dieses Projekts werden innovative Krankheitsmodelle und nicht-invasive Methoden etabliert um damit neue therapeutische Ansätze für die Behandlung der Pneumokokken und Listerien Meningitis zu entwickeln und zu evaluieren. Die Resultate stehen dann für die Weiterentwicklung in der klinischen Evaluation zur Verfügung.