Lead
Schwerwiegende Erkrankungen und medizinische Prozeduren, wie z.B. HIV-Infektionen, Rheumatologische Erkrankungen oder Organtransplantationen benötigen Medikamente, die auf das Immunsystem der Patienten/Patientinnen einen erheblichen Einfluss haben. Insbesondere bei Immunsuppressiva, entzündungshemmenden Medikamenten und antiretroviralen Medikamenten ist das Auftreten von Infektionen zu einem großen Problem geworden, und häufig ist die Dosierung eine Gratwanderung zwischen z.B. Abstoßung und Infektion. Mit unserem Projekt bilden wir die technische und inhaltliche Grundlage, Daten und Proben aus unterschiedlichen Kohorten (z.B: HIV-Kohorte SHCS, Rheuma-Kohorte SCQM, Transplantations-Kohorte STCS) zusammenzubringen, um nach gemeinsamen Faktoren zu suchen, die das Auftreten von Infektionen begünsigen bzw. verhindern.

Lay summary

Mehrere Gene wurden bereits mit der Infektanfälligkeit und der dem Ansprechen auf Behandlung in Verbindung gebracht. In unserem Verbundprojekt "PGXLink" wollen wir eine Infrastruktur für die Zusammenführung von drei Kohorten und eine klinische institutionelle Patientenkohorte, alle mit entsprechenden Biobanken, aufbauen, um eine technische Plattform zu schaffen, die eine Untersuchung des Zusammenspiels von Patienten- und Krankheitserregergenen mit Medikamenten, die das Immunsystem beeinflussen, im Hinblick auf das Auftreten von Infekten ermöglicht . Alle Kohorten (STCS, SHCS, SCQM) liefern krankheitsspezifische Datensammlungen, die institutionelle Sammlung des Inselspitals auch einen vollständigen Satz klinischer Variablen. Die größte Herausforderung in diesem Projekt ist die Sicherstellung der gemeinsamen Datennutzbarkeit (Interoperablitiät) zwischen den Kohorten, da sich die erfassten Variablen in Bezug auf Bedeutung und Fragestellung unterscheiden. Mit unserem Projekt generieren wir eine qualitätsgesicherte technische Beispielanwendung für die gemeinsame  die Interoperabilität klinischer und genetischer Daten unter Nutzung des schweizweiten BioMedIT-Netzwerks, die es ermöglicht, die nfektanfälligkeit unter starken immunmodulatorischen Therapien zu untersuchen und eine Grundlage für die Verknüpfung verschiedener Kohorten zu schaffen.