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Szenarien für Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen in Agrarlandschaften

Lay summary

Die europäischen Agrarlandschaften befinden sich in einem tiefgreifenden Wandel. Noch wissen wir aber nicht, welche landschaftstypischen ökologischen Infrastrukturen zum Schutz der Biodiversität und der Ökosystemdienstleistungen in Zukunft wichtig und erhaltenswert sein werden, damit sich die Landwirtschaft und die wildlebenden Arten an die veränderten Rahmenbedingungen – insbesondere an den Klimawandel – anpassen können.

 

Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer Herangehensweise, um das Potenzial der zukünftigen Auswirkungen zu beurteilen und um Erhaltungsstrategien zu entwerfen. Leitgedanke und Forschungsobjekt ist die Auslotung des Handlungsspielraums für zukünftige Entwicklungsszenarien. Dazu gehört eine erweiterte Definition von grüner Infrastruktur, adaptivem Landmanagement und Einbeziehung von Interessengruppen. Zu diesem Zweck werden ökonomische und ökologische Modelle kombiniert, um in enger Zusammenarbeit mit den Beteiligten Szenarien zu entwerfen, die verschiedene räumliche Skalen, z.B. von Feld zu Landschaft, integrieren.

 

Fallstudiengebiete in vier europäischen Ländern werden verschiedene Rahmenbedingungen darstellen. Der Schwerpunkt liegt auf Initiativen von Anspruchsgruppen, die damit begonnen haben, Biodiversität und den Schutz von Ökosystemdienstleistungen in die landwirtschaftlichen Produktionsprozesse einzubinden. Die Forschenden werden die derzeitige landwirtschaftliche Produktion und die künftigen Optionen analysieren, einschließlich der Anpassungen an klimatische Veränderungen und andere Antriebskräfte und unter Einbezug der Beiträge der Interessenvertreter. Die Ergebnisse zeigen Potenziale und Grenzen auf, was die Landwirtschaft tun kann, um die ökologische Infrastruktur in einer Landschaft zu erhalten. Dazu gehören verschiedene Akteure, von der Landwirtschaft über die Verwaltung bis zur Politik, um Wege zur effizienten Umsetzung von ökologischer Infrastrukturen zu finden.

 

Diese von den Interessengruppen gemeinsam entworfenen Modellkombinationen werden es erlauben, eine Vielzahl von Strategien und Zielvorstellungen abzudecken – insbesondere Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen von landschaftsspezifischer Bedeutung. Vor allem aber werden die landwirtschaftlichen Produktionssysteme angemessen integriert. Dieser Ansatz wird sowohl dem wissenschaftlichen Fortschritt als auch dem politischen Interesse dienen, indem er Ziele und Maßnahmen zur Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung der Agrarlandschaften festlegt.