Lead
Hypercholesterinämie ist eine Lipidstoffwechselstörung und tritt häufig in Patienten mit ischämischem Schlaganfall auf, mit negativer Auswirkung auf den Verlauf der Erkrankung. Erhöhte Cholesterinwerte im Blut führen nachweislich zu immunologischen Veränderungen, aber wie sie sich die auf die zelluläre Immunreaktion und die Entwicklung des Schadens nach Schlaganfall im Gehirn auswirkt, ist weitestgehend unerforscht. Das Projekt untersucht in dem Zusammenhang den Einfluss der Hypercholesterinämie auf einen Hauptakteur der Immunantwort, den neutrophilen Granulozyt, im akuten Schlaganfall.

Lay summary

Inhalt und Ziel des Forschungsprojektes

In dem Projekt gehen wir der Fragestellung nach, ob die Hypercholesterinämie zu einem Anstieg der neutrophilen Granulozyten im Blut führt und ob dies zu einer Verstärkung des ischämischen Schadens und Verschlechterung der neurologischen Funktion nach einem Schlaganfall führt. Dies untersuchen wir sowohl in Schlaganfallpatienten als auch in einem experimentellen Modell der Erkrankung. Mit modernen bildgebende Verfahren untersuchen wir die zugrundeliegenden Mechanismen. Dabei wollen wir erforschen, ob die Neutrophilen an der Blutgerinnung beteiligt sind und damit die Versorgung des Schadengebietes mit Blut verhindern. Zum anderen werden wir untersuchen, ob diese Zellen zur akuten Gefässschädigung beitragen.

 

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts

Der Schlaganfall stellt immer noch ein grosses gesundheitliches Problem dar, wo Behandlungsmöglichkeiten gering und mit Risiken verbunden sind. Das geförderte Projekt soll zu neuen Erkenntnissen über die krankhaften immunologischen Prozesse nach Schlaganfall führen und somit wesentlich zu einer verbesserten Diagnostik und Behandlung der Erkrankung beitragen.