Lead
Auf der Klimakonferenz 2015 in Paris einigten sich die Mitgliedstaaten der UN auf ein Übereinkommen, welches zum Ziel hat die globale Erwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Das Erreichen der Klimaschutzziele verpflichtet alle Staaten Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Viele Entwicklungs- und Schwellenländer sind aufgrund ihrer Landesgeologie reich an natürlichen, jedoch weitestgehend ungenutzten, geothermischen Ressourcen. Der Ausbau dieser Energiequellen hat das Potential lokal einen Wechsel weg von fossilen Brennstoffen einzuleiten und damit einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasemissionen leisten zu können.

Lay summary

Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts 

Das übergeordnete Ziel unseres Projekts ist es den wissenschaftlichen Grundstein für geothermische Energiegewinnung in der mongolischen Hangai-Provinz zu legen. Diese Region ist reich an geothermischen Ressourcen. Zeugen hiervon sind über vierzig heisse Quellen mit Temperaturen bis zu 90°C, deren Ursache in der vulkanischen Vergangenheit des Hangai vermutet wird. Im Rahmen dieses Projekts werden wir die bisher fehlende geophysikalische Komponente der geothermischen Exploration im Hangai einführen. Die Daten werden dazu dienen, ein geophysikalisches Modell der geothermischen Reservoire im Untergrund zu erstellen.

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts 

Unsere Arbeit wird bestehende Lücken im geothermischen Explorationsprogramm schliessen und lokal Expertise ausbauen. Die Ergebnisse werden Impulse zur Einrichtung eines Pilotkraftwerks für kombinierte Strom- und Wärmeerzeugung in Tsetserleg setzen und werden wegleitend für Folgeprojekte sein. Neben Emissions- und Kostensenkungen würde die geothermische Energiegewinnung, insbesondere während der langen Heizperiode, zu einer erheblichen Verbesserung der Luftqualität führen und würde positive Konsequenzen bezüglich Gesundheit und Lebensqualität mit sich bringen.