Lead
Die Schweiz beteiligt sich seit 2013 am europäischen Forschungsinfrastruktur-Konsortium ICOS RI (Integrated Carbon Observation System Research Infrastructure), welches zum Ziel hat, den Kohlenstoffkreislauf sowie die Treibhausgasflüsse über Europa mit Hilfe von standardisierten Messungen (d. h. einheitlichen Messinstrumenten und Protokollen) zu beobachten und zu erforschen. Das nationale Konsortium ICOS-CH ist mit zwei Messstationen der höchsten Klasse (Jungfraujoch und Davos-Seehornwald) in ICOS RI vertreten. Während die ICOS-CH Partner Uni Bern, Uni Basel, Empa und MeteoSchweiz vorwiegend für die Messungen auf dem Jungfraujoch verantwortlich sind, sind die Partner ETH Zürich (National Focal Point) und WSL am Standort Davos-Seehornwald aktiv.

Lay summary

In der Phase 2 (2017-2020) von ICOS-CH werden die beiden sogenannten Klasse 1 Standorte Jungfraujoch und Davos so aufgerüstet, dass sie den Anforderungen und Standards von ICOS RI erfüllen. Das Personal an den Partnerinstitutionen koordiniert, unterhält und betreibt die beiden Standorte und stellt den Datentransfer an ICOS RI sicher. So können zwei Schweizer Standorte mit exzellenter Infrastruktur geschaffen werden, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die einzigartige Möglichkeit gibt, Forschung zur Treibhausgasflüssen zu betreiben und die Daten nahezu in Echtzeit nutzen zu können.

Beide Standorte werden seit vielen Jahren erfolgreich betrieben und geniessen international hohes Ansehen. Mit ICOS-CH Phase 2 wird dies weitergeführt. Die beiden Standorte liefern zudem Daten und Informationen an Interessenträger in der Schweiz und in Europa. Mit den Forschungszielen wird ICOS-CH zur Eindämmung bzw. zur Bewältigung des Klimawandels beitragen, insbesondere mit umfassenden Untersuchungen zum Treibhausgasinventar, zur indirekten Inventarverifikation sowie zur Quantifizierung von Boden und Ökosystemen als Treibhausgasquellen oder –senken.