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Eine verbesserte interprofessionelle Zusammenarbeit soll die Dauer des Spitalaufenthalts für Patientinnen und Patienten mit Mehrfacherkrankungen bei gleichem Behandlungserfolg verkürzen. Die Studie untersucht die Wirksamkeit und Generalisierbarkeit von interprofessionellen Instrumenten.

Lay summary

Stationäre Spitalbehandlungen tragen massgeblich zur Kostenexplosion im Gesundheitswesen bei. In den Spitälern fehlen  evidenzbasierte Daten und alltagsrelevante Instrumente, um die Dauer und Qualität der stationären Behandlungen sowie die Überweisungen an andere Abteilungen oder Institutionen zu optimieren und zu vergleichen. Am Kantonsspital Aarau entwickelte interprofessionelle Instrumente sollen mithilfe des elektronischen Klinik-Informationssystems eine Lücke füllen.  Ziel ist es, die Wirksamkeit der interprofessionellen Instrumente in Bezug auf die Dauer des stationären Spitalaufenthalts zu untersuchen, die interprofessionelle Zusammenarbeit optimiert und ein patientenzentriertes Monitoring der stationären Behandlungsqualität etabliert werden. Mindestens fünf Akutspitäler mit insgesamt 45‘000 Patienten beteiligen sich an der Studie. Ab Spitaleintritt erfassen die zuständigen Ärztinnen und Ärzte, die Pflegefachpersonen und der Sozialdienst mit spezifischen interprofessionellen Instrumenten die Daten zum Aufenthalt, zur Entlassung sowie zum allfälligen Wiedereintritt. Zudem werden die Patienten 30 Tage nach der Entlassung telefonisch zu ihrer Zufriedenheit und zum Gesundheitszustand befragt. Der Vergleich vor, während und nach Einführung der interprofessionellen Instrumente und mit Daten von nicht beteiligten Spitälern soll Hinweise auf die Wirksamkeit der Instrumente geben. Weiter werden Unterschiede und Hürden in der interprofessionellen Zusammenarbeit sowie Gründe für verzögerte Spitalentlassungen analysiert. Die Daten sollen in ein Monitoring der Behandlungsqualität (so genanntes Cockpit) einfliessen.  Das Produkt der Studie bilden validierte Instrumente für die interprofessionelle Zusammenarbeit sowie ein Monitoring zur Behandlungsqualität im Spital. Die Studie generiert zudem Daten zur Handhabung der interprofessionellen Zusammenarbeit, zu Übergangsprozessen sowie zu polymorbiden älteren Patienten.