Lead
Zunehmend versuchen Nutzer die neueste Generation von mobilen und tragbaren Geräten wie Tablets, Smartphones und Smartwatches in ihre tägliche Arbeit einzubinden. Allerdings ist dies wegen der kleinen Bildschirme und eingeschränkter Interaktionsmöglichkeiten eine grosse Herausforderung. Im Moment ist es zum Beispiel so gut wie unmöglich E-Mails, Blog-Artikel oder Office-Dokumente mit solchen Geräten zu erstellen. Produktive Arbeit erfordert nach wie vor einen Desktop-PC oder Laptop wenn unterwegs.

Lay summary

Dieses Forschungsprojekt untersucht die Nutzbarkeit von mobilen, tragbaren und zunehmend kleineren Geräten wie Tablets, Smartphones und Smartwatches mit dem Ziel, die Produktivität von Nutzern solcher Geräte zu erhöhen. Auf Basis eines neuen Ansatzes werden Softwaretechnologien und Interaktionstechniken erarbeitet, um anspruchsvolle Anwendungen aus der Dokumentenverarbeitung zu ermöglichen. Kern des Ansatzes ist das Einspannen mehrerer mobiler Geräte sowie anderer Nutzer, sodass Nutzer ihre Geräte mit unterschiedlichen und sich gegenseitig ergänzenden, technischen Merkmalen einfach und gewinnbringend kombiniert einsetzen können.

Um die neuen Möglichkeiten aufzuzeigen und im Einzelnen zu untersuchen, werden zwei umfangreiche Beispiel-Anwendungen entwickelt und mit unterschiedlichen Nutzern für verschiedene Verwendungszwecke ausgewertet. Die erste Anwendung, XDBrowser, ist ein neuartiger Web-Browser, der es Nutzern ermöglicht, bestehende Web-Anwendungen ohne Programmieraufwand auf mehrere Geräte zu verteilen, um eine größere Bedienfläche und bessere Eingabemöglichkeiten durch Kombination dieser Geräte zu erhalten. Die zweite Anwendung, WearWrite, ermöglicht es Nutzern unterwegs neue Office-Dokumente mit Hilfe anderer Online-Nutzer, die Zugang zu besseren Geräten haben, zu erstellen ohne selbst Zugriff auf Standard-Geräte wie Desktop-Computer und Laptops zu haben.

Nicht nur generell für die Arbeit unterwegs verspricht das Projekt eine Steigerung der Produktivität auf Basis der erarbeiteten Interaktionsmöglichkeiten. Sondern es wird auch der Vielzahl an Nutzern in den Entwicklungsländern zu Gute kommen, die oftmals nur ein Mobiltelefon besitzen und es als die einzige Zugangsmöglichkeit zum Internet und für die Arbeit nutzen können.