Lead
Pflanzen werden von einer Vielzahl von Krankheitserregern befallen. Die Züchtung von Nutzpflanzen hat im Verlauf der letzten 100 Jahre zur Entdeckung von natürlicherweise vorkommender Resistenz gegen Pathogene geführt. Die Funktionsweisen dieser Resistenzen sind auf molekularer Ebene noch wenig verstanden. Das Projekt soll dazu wichtige Erkenntnisse liefern.

Lay summary

Wir haben in den letzten Jahren in Weizen und Mais drei molekular sehr unterschiedliche Resistenzmechanismen gegen pilzliche Krankheitserreger entdeckt. Dabei handelt es sich um Abwehrstrategien, die entweder spezifische Moleküle der mikrobiellen Invasoren entdecken können, oder aber den Stoffwechsel der Pflanze so verändern, dass die Pathogene nicht mehr wachsen können.

Im vorliegenden Projekt sollen die Erkennungsmechanismen in Mais durch das Htn1 Gen gegen die Helminthosporium-Blattfleckenkrankheit sowie in Weizen durch das Pm3 Gen gegen Mehltau analysiert werden. Für das Pm3 Gen kennen wir inzwischen ein Protein aus dem Pathogen, das spezifisch erkannt wird. Dies erlaubt es, eine genaue molekulare Beschreibung der Interaktion der beiden Moleküle und damit des Erkennungsmechanismus zwischen Pflanze und Krankheitserreger anzustreben. Schliesslich sollen die physiologischen Veränderungen in Weizensorten erforscht werden, die das Lr34 Gen enthalten. Lr34 vermittelt eine Resistenz gegenüber verschiedenen Pilzarten und stellt damit eines der interessantesten und bedeutendsten Resistenzgene dar.

Das Projekt beschäftigt sich mit der biologischen Funktionsweise von Krankheitsresistenz bei Getreide und leistet einen wichtigen Beitrag zu einer sehr dynamischen, global relevanten Forschungsrichtung. Da Pflanzenkrankheiten und ihre Bekämpfung ökonomisch wie ökologisch von grosser Bedeutung sind, steht diese Forschungsrichtung auch im Brennpunkt gesellschaftlicher Aufmerksamkeit.