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Ziel des Projektes SMILE ist die Entwicklung des ersten Gebärdensprachtestsystems für die Deutschschweizerische Gebärdensprache (DSGS), das sich automatischer Gebärdenspracherkennung bedient. Um dieses Ziel zu erreichen, verfolgt das Projekt einen multidisziplinären Ansatz, der zwei Forschungsstränge zusammenbringt, Gebärdensprachtechnologie und Gebärdensprachtesten, mit einer gemeinsamen Verbindung zur Gebärdensprachlinguistik.

Lay summary

Ziel des Projektes SMILE ist die Entwicklung des ersten Gebärdensprachtestsystems für die Deutschschweizerische Gebärdensprache (DSGS), das sich automatischer Gebärdenspracherkennung bedient. Um dieses Ziel zu erreichen, verfolgt das Projekt einen multidisziplinären Ansatz, der zwei Forschungsstränge zusammenbringt, Gebärdensprachtechnologie und Gebärdensprachtesten, mit einer gemeinsamen Verbindung zur Gebärdensprachlinguistik. Das Projektkonsortium setzt sich aus drei Partnerinstitutionen mit sich ergänzender Expertise zusammen:

  1. Das Idiap Research Institute (Martigny, Schweiz) wird das Projekt koordinieren und inhaltlich durch die Entwicklung eines neuartigen automatischen Gebärdensprachtest- und -feedbackansatzes, der durch einen Spracherkennungsansatz inspiriert ist, zum Projekt beitragen, .
  2. Die Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik Zürich (HfH) wird ihre Expertise im Bereich Gebärdensprachtesten und Gebärdensprachlinguistik (in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum für Gebärdensprache Basel, FZG) ins Projekt einbringen.
  3. Die Universität Surrey (Grossbritannien) wird ihre langjährige Expertise im Bereich Gebärdensprachtechnologie, visuelle Datenakquisition und Computer Vision und insbesondere ihre breite Erfahrung in aktueller Forschung zu Gebärdensprachtechnologie ins Projekt einbringen.

Das SMILE-Projekt wird Finanzierung für drei Doktoranden, zwei Postdoktoranden, drei wissenschaftliche Mitarbeiter und gehörlose Experten bereitstellen. Am Projekt werden auch gehörlose DSGS-Benutzer beteiligt sein. Das SMILE-Projekt folgt dem Ansatz des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER), indem es ein Testsystem entwickelt, das die Produktion von DSGS-Vokabular auf der Stufe A1 misst, unter erstmaligem Einbezug von neuen Technologien für Gebärdensprache. Das Projekt wird so eine Plattform für Lehr- und Lernsysteme bereitstellen, die spezifisch für DSGS ist, aber auch als Modell für andere Gebärdensprachen dienen kann.