Lead
Halogenierte organische Verbindungen bestehen aus Kohlenstoff und Fluor, Chlor oder Brom. Sie werden vor allem in industriellen Anwendungen wie Kühlung, Schaumstoffherstellung und Spraydosen angewendet. Diejenigen halogenierten organischen Verbindungen welche Chlor und Brom enthalten (FCKWs, Halone) sind international im Montreal Protokoll verboten. Verbindungen mit Fluor (FKWs) sind zwar erlaubt, da sie aber starke treibhausgase sind müssen ihre Emissionen innerhalb des Kyoto Protokolls rapportiert werden. Auf dem Jungfraujoch (3480 m.ü.M) werden diese Stoffe seit dem Jahr 2000 gemessen. Mit Hilfe dieser langjährigen Messungen können die Emissionsinventare überprüft werden. In dem Projekt APRECON wird das Instrument auf dem Jungfraujoch ersetzt werden durch ein neuartiges Time-of light Massenspektrometer (ToF-MS), welches an eine ebenfalls neu konstruierte Aufkonzenzentriereinheit gekoppelt wird.

Lay summary

Halogenierte organische Verbindungen (FCKWs, Halone, FKWs) werden auf dem Jungfraujoch (3480 m.ü.M) seit dem Jahr 2000 gemessen. Dazu wird eine spezifisch für diesen Zweck konstruierte Aufkonzentrierung (ADS: 2000-08; Medusa: 2008-14) mit einem kommerziellen Gaschromatograph-Massenspektrometer verbunden. Diese langjährigen Messungen werden dazu verwendet in Kombination mit meteorologischen transportmodellen die Emissionsinventare der umliegenden Länder zu überprüfen.

In dem Projekt APRECON wird das Instrument auf dem Jungfraujoch ersetzt durch ein neuartiges Time-of light Massenspektrometer (ToF-MS), welches an eine ebenfalls neu konstruierte Aufkonzentrierung gekoppelt wird. Die höhere Auflösung dieses neuen Geräts wird es zum Beispiel erlauben noch mehr dieser halogenierte Stoffe zu messen und stellt einen wichtigen Schritt dar um die Messungen als „early-warning tool“ zu gebrauchen um neue Stoffe möglichst schnell zu entdecken.