Lead
Im Spannungsfeld zwischen inkrementellen (exploitativen) und radikalen (explorativen) Innovationen im organisationalen Rahmen wissen wir bislang wenig über die Motivation und Fähigkeit des Individuums begrenzte Aufmerksamkeit den einzelnen Aufgaben zuteilwerden zu lassen. Um die Art und den Erfolg von Innovationsvorhaben jedoch besser zu steuern ist dies ein wichtiger Aspekt neben den kontextuellen Faktoren, die die Organisation bereitstellt.

Lay summary

Inhalte und Ziel des Forschungsprojekts

In einem organisationalen Rahmen, welcher durch Informationsüberfluss und hohe Unsicherheit auszeichnet ist, zeigen jüngste Studien, dass der Entscheidungserfolg zwischen inkrementellen und radikalen Innovationen direkt dadurch beeinflusst wird, wie Individuen ihre Aufmerksamkeit steuern. Das Identitätsverständnis ist ein Bezugsrahmen eines Individuums, Aufmerksamkeit zu steuern, um eine Auswahl von geeignete Informationen zu beurteilen und ihre Implementierung zuzuordnen. Hierbei sind Rollenidentitäten, Identitäten die ein Individuum über funktionale Rollen im Arbeitsumfeld bezieht von besonderer Bedeutung. Ziel dieses Forschungsprojektes ist es zu erklären, wie der Wechsel zwischen einzelnen Rollenidentitäten als Filter für die Informationsaufnahme fungiert und die Betätigung in inkrementellen und radikalen Innovationen beeinflusst.

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext

Dieses Forschungsprojekt integriert Perspektiven der Identitätstheorie mit dem klassischen Innovationsmanagement. Hiermit leisten wir einen Beitrag zum holistischeren Verständnis des Innovationsmanagements und generieren wertvolle Ansätze für ein tiefergehendes Verständnis des Individuums hinsichtlich kognitiver und sozio-psychologischer Einflüsse auf organisationale Entscheidungsfindung.

 

Keywords

Role identity | Role transition | Attention | Decision-making | Exploitation / Exploration