Lead
Die IPCC Arbeitsgruppe I hat am 22. September 2013 die Zusammenfassung für Politiker publiziert. Darin ist unmissverständlich die dominante Rolle des CO2 als Treiber des Klimawandels beschrieben. Daraus ergibt sich für die Forschergemeinschaft, dass die biogeochemischen Kreisläufe weiter intensive beobachtet werden müssen. Diese Beobachtungen schliessen die Messung der relevanten Treibhausgas-Konzentrationen, deren zeitlicher und örtlicher Verteilung als auch deren Emissionen. Das Zusammenspiel solch erstellter Messreihen mit Erdsystemmodellen führt zu einem verbesserten Verständnis der zugrundeliegenden Prozesse und erlaubt dadurch Auswirkungen auf natürliche Ressourcen, auf die Wirtschaft und Gesellschaft zu erkennen.

Lay summary

Die längste CO2 Zeitreihe der Schweiz wurde erst im Jahre 2000 initiiert, seit Ende 2004 in kontinuierlicher Form. Diese Zeitreihe wurde ergänzt durch Messungen assozierter Parameters wie (i) kontinuierliche O2 Messungen und (ii) diskrete Flaschenprobenahme für Ar/N2 und Isotopenbestimmungen an CO2 und den Hauptluftkomponenten. Der Fokus des vorliegenden Projekts - neben der Interpretation des gesamten Palette von Parameter - wird auf die Dreifach-Sauerstoffisotope gelegt. Namentlich d17O, d18O und D17O des atmosphärischen Sauerstoffs als auch des troposphärischen und stratosphärischen Wasserdampfes. Vorläufige Messungen im Labor in Bern haben interessante D17O Veränderungen gezeigt.

Die Dreifach-Sauerstoffisotopen-Methode erlaubt uns die biogeochemischen Prozesse als auch die Gasaustauschflüsse zwischen der Troposphäre und der Stratosphäre zu untersuchen.