Lead
Das vorliegende SNF-SCOPES Projekt stellt eine Zusammenarbeit dar von Instituten in Serbien (Belgrad), Ungarn (Budapest und Debrecen) und der Schweiz (ETH Zurich). Die TeilnehmerInnen an diesem Projekt forschen aktiv in der Hochenergiephysik und befassen sich speziell mit Fragen, wie sie mit dem CMS Experiment am Large Hadron Collider (LHC) am CERN beantwortet werden können. Neben wichtigen Beiträgen zur Datenanalyse sind auch Beiträge zur Verbesserung von Detektorkomponenten geplant, sowie die Erstellung neuer theoretischer Vorhersage für zu messende Prozesse am LHC.

Lay summary

Das CMS Experiment ist eines der Gross-Experimente am LHC Beschleuniger des CERN. Im Jahre 2015 wird der Beschleuniger nach einer aktuellen Instandhaltungsphase wieder in Betrieb genommen werden, bei einer noch nie erreichten Energie. Die Analyse dieser neuen Daten verspricht viele neue Erkenntnisse zu erlangen und ermöglicht, z.B., die Eigenschaften des neu entdeckten Higgs Bosons genauer zu vermessen, oder nach neuen Teilchen zu suchen.

Das vorliegende Projekt vereint PhysikerInnen aus Serbien, Ungarn und der Schweiz, welche alle im CMS Experiment involviert sind, bzw. theoretische Vorhersagen für die zu messenden Prozesse am LHC machen. Diese Gruppen haben bereits in einem Vorgänger-SCOPES-Projekt sehr erfolgreich zusammengearbeitet. Konkret sind die Gruppen der ETH und aus Belgrad hauptverantwortlich für das Detektor-Kontrollsystem des elektromagnetischen Kalorimeters des CMS Experimentes, und werden wichtige Instandhaltungsarbeiten am System durchführen, bevor es dann ab 2015 wieder routinemässig in Betrieb sein wird. Die Gruppen aus Ungarn werden sich vor allem wieder führend an der Analyse von Daten aus Schwerionenkollisionen beteiligen, sowie wiederum ihre Expertise zur Spurenrekonstruktion einbringen. Die Gruppe aus Debrecen ist spezialisiert auf theoretische Vorhersagen von komplizierten Prozessen, die speziell die schweren Top-Quarks enthalten.

Die Finanzierung durch SCOPES wird es ermöglichen, dass Forscher aus Ungarn und Serbien häufig ans CERN zu Forschungsaufenthalten kommen. Gerade in grossen Kollaborationen wie CMS ist es enorm wichtig, sich aktiv am Betrieb des Experimentes und an den Sitzungen der Kollaboration am CERN beteiligen zu können. Dies gibt den Gruppen deutlich mehr Sichtbarkeit, was auch für deren wissenschaftlichen Nachwuchs von grosser Wichtigkeit ist.