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Globaler Wandel und seine Auswirkungen aufs Berggebiet: Die Mountain Research InitiativeDie Mountain Research Initiative (MRI) wird vom SNF als wissenschaftliches Infrastruktur-Projekt gef├Ârdert. Die MRI befasst sich mit dem globalen Wandel in seinen Auswirkungen aufs Berggebiet, ihre Aufgabe ist die Unterst├╝tzung, Koordination und Kommunikation der Forschung zu diesem Thema.

Lay summary

Berge sind für die Menschheit von grosser Bedeutung. Die Hälfte der Weltbevölkerung hängt von den natürlichen Ressourcen der Berggebiete ab. Ausserhalb der Tropen liefern Berggebiete 40% des Frischwassers, in den ariden und semi-ariden Zonen ist dieser Anteil noch grösser. Die Hälfte aller Biodiversitäts-Hotspots liegen im Berggebiet, und die Bergwälder und –böden gehören zu den wichtigsten terrestrischen Kohlenstoffspeichern. Dazu kommen Holz, Mineralien und Energie als lebenswichtige Rohstoffe. Berggebiete sind dynamische Landschaften und ein lebendiges Archiv traditioneller Kulturformen, gleichzeitig aber auch Orte der modernen Freizeitindustrie.

Bergökosysteme reagieren empfindlich auf Veränderungen, seien diese klimatischer oder sozio-ökonomischer Natur. Klimawandel, Verschmutzung, nicht nachhaltige Bewirtschaftung und fehlendes Systemverständnis bedrohen die Berggebiete und ihre Ressourcen.  Die kleinräumigen Natur- und Kulturlandschaften der Berggebiete sind sehr sensible Zeiger des globalen Wandels und deshalb wichtige Räume der Forschung.

Der Globale Wandel im Berggebiet ist also ein dringendes Forschungsthema. Genauso dringend ist die Koordination dieser Forschung, die Vernetzung der Forschenden über nationale Grenzen hinweg sowie die Identifikation von Wissenslücken. Hier setzt die Mountain Research Initiative an.

Initiierung, Umsetzung, Integration und Information sind die vier Kernbereiche der MRI. Auf English wird aus Umsetzung  „implementation“ und so sind dies die vier „I’s“ des Sekretariats.