Lead
Wichtige Probleme von SPARC (Stratosphere-troposphere Processes and their Role in Climate) werden untersucht: Langzeitmessungen von stratosphärischen Ozonprofilen werden statistisch analysiert um zu bestimmen, ob sich die aufgrund der erfolgreichen Umsetzung des Montreal Protokolls (1987) erwartete Umkehr der Trends zeigt. Die atmosphärischen Lebenszeiten von halogenhaltigen Gasen (ozonzerstörende Substanzen) werden mit numerischen Modellen erforscht.

Lay summary

Der Spurenstoff Ozon spielt eine zentrale Rolle in der Atmosphäre: Der Ozonschild in der oberen Atmosphäre filtert die gefährlichen Anteile der Sonnenstrahlung, Ozon ist ein wichtiges Treibhausgas und in erhöhter Konzentration ein Schadstoff für Menschen und Pflanzen. Die Veränderung des Ozonschildes  wird in SPARC  („Ozone Profile Trends“) untersucht, wobei  die  letzten Jahrzehnte wegen der veränderten anthropogenen Emissionen von ozonzerstörenden Substanzen  von grossem Interesse ist.  Die  Langzeitmessungen von verschiedenen Satelliten-instrumenten werden mit statistische Analysen untersucht und mit Bodenmessungen verglichen. Die Ergebnisse dieser Arbeiten sollen in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht werden.

Die ozonzerstörenden Substanzen (z.B. Fluorchlorkohlenwasserstoffe) haben nicht nur zum Abbau der Ozonschicht geführt sondern auch wesentlich zur Klimaänderung beigetragen. Das Montreal-Protokoll (1986) hat diese Emissionen rasch und nachhaltig vermindert, was sich auch auf die Klimaänderung auswirkt. Die atmosphärischen Verweilzeiten dieser Stoffe bestimmen in grossem Ausmass wie viel Ozon in der oberen Atmosphäre zerstört wird und wie lange diese Stoffe zur Klimaerwärmung beitragen. Die Verweilzeiten sind entscheidend für die Zeit, wann und wie der Ozonschild regenerieren wird. Die Unterstützung durch den SNF ermöglichte die wissenschaftliche Mitarbeit in der SPARC ( „Lifetime of Halogen Source Gases“). Die mit einem Chemie-Klimamodell  erarbeiteten Ergebnisse sollen als eigenständigen Beitrag  veröffentlicht werden.

Die durch den SNF finanzierte Mitarbeiterin war als wissenschaftliche Editorin die Hauptverantwortliche für drei Ausgaben der weit verbreiteten SPARC-Newsletters.