Lead
Mischmetalloxide sind wichtige Materialien im Alltag, die über Reaktionen bei sehr hohen Temperaturen und über lange Zeiten (Tage) hergestellt werden. Mit unserer Vorläufermethode wollen wir die Reaktionstemperaturen und -zeiten reduzieren, und dabei vorteilhaft auch kleinere Teilchen erhalten. Manche dieser Vorläufer besitzen spannende Eigenschaften, wie Magnetismus, katalytische Aktivität, Porosität oder antimikrobielle Eigenschaften, die wir untersuchen.

Lay summary

Teile A-C: Mischmetalloxide sind wichtige Materialien, welche oft ihre Rolle in unserem Alltag im Verborgenen spielen: z. B. Sicherungen, Dioden, Neonlampen oder Lithiumionenbatterien können solche Oxide enthalten. Ihre Herstellung ist oft teuer, da sie häufig mit sehr hohen Temperaturen einhergeht, welche über mehrere Tage gehalten werden muss. Wir möchten sowohl die Reaktionstemperaturen als auch die -zeiten reduzieren. Hierfür stellen wir sogenannte Prekursoren, also Vorläufermoleküle her, in welchen die Metallionen regelrecht vororganisiert werden. Man kann dann bereits bei milden Temperaturen und in relativ kurzer Zeit die entsprechenden Mischmetalloxide herstellen. Ein weiterer Vorteil ist, dass bei den niedrigeren Temperaturen auch die Herstellung von nanoskaligem Material möglich wird, welches durchaus bessere Eigenschaften aufweisen kann. Manche dieser Prekursoren besitzen an sich schon spannende Eigenschaften, wie z.B. Magnentismus, Porosität oder katalytische Aktivität. Diese werden ebenso untersucht. 

Teil D: Manche der benutzten Metallverbindungen besitzen auch biologische Aktivität, beispielsweise wertvolle antimikrobielle Eigenschaften. Das trifft auf Silberverbindungen zu. Allerdings versteht man diese Eigenschaften noch nicht auf molekularer Ebene. Wir möchten hier einen Beitrag liefern und die Wechselwirkungen von Silberionen mit Biomolekülen untersuchen, damit man die antimikrobiellen Eigenschaften besser nutzen kann.