Lead
Pilzliche Krankheitserreger verursachen weltweit grosse Verluste in Qualität und Ertrag von landwirtschaftlichen Nutzpflanzen. Zu den wichtigsten Pathogenen in Weizen gehören Rostpilze und Mehltau. Es gibt in Weizen genetische Ressourcen, die natürlicherweise eine gewisse Krankheitsresistenz haben. Über die molekularen Wirkungsmechanismen dieser Resistenz ist wenig bekannt. Insbesondere ist nicht klar, ob sie in andere Kulturpflanzen übertragen werden und genetisch noch verbessert werden könnte.

Lay summary

Molecular interactions of wheat and fungal pathogens: Lr34-based, durable resistance and the wheat-powdery mildew pathosystem

Molekulare Interaktionen von Weizen und pilzlichen Krankheitserregern: Lr34-basierte, dauerhafte Resistenz und das Weizen-Mehltau Pathosystem

 

Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts

Wir verfolgen mit diesem Projekt zwei Ziele: einerseits soll der molekulare Mechanismus der dauerhaften, partiell wirksamen Rostresistenz basierend auf dem natürlicherweise vorkommenden Resistenzgen Lr34 verstanden werden. Andererseits wollen wir erforschen, welche molekularen Komponenten von Weizen und Mehltau miteinander interagieren. Dabei sollen Hypothesen entwickelt und später getestet werden, wie diese Resistenz verbessert werden könnte, damit sich der Krankheitserreger nicht an Resistenzgene anpassen kann.

 

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts

Die Analyse der molekularen Grundlagen der pflanzlichen Krankheitsresistenz ist weltweit ein sehr aktives Forschungsgebiet. Dabei besteht ein grosser Nachholbedarf bei der Arbeit mit Kulturpflanzen, da bis heute sehr stark mit Modellpflanzen gearbeitet wurde. Das Verständnis von natürlich vorkommender Krankheitsresistenz ist wichtig für die zukünftige verbesserte Nutzung von solchen genetischen Möglichkeiten zur Krankheitsbekämpfung, besonders im Hinblick auf Ertragssicherheit und die Reduktion des Einsatzes von Fungiziden in der Landwirtschaft.