Lead
Feinstaub setzt sich chemisch überwiegend aus organischen und anorganischen Verbindungen zusammen. Daneben enthält er noch Elemente (vor allem Metalle) in Spurenkonzentrationen. Wegen ihrer geringen Konzentrationen braucht es eine hochempfindliche Messmethode zu ihrer präzisen Bestimmung: Röntgenfluoreszenz Spektrometrie mit Synchrotronlicht. Damit wird eine verfeinerte Quellenzuordnung des Feinstaubs für optimierte Reduktionsstrategien bei der Luftreinhaltung ermöglicht.

Lay summary

Unser Ziel ist es, die Quellenzuordnung von Feinstaub mit Hilfe der Spurenstoffe zu verbessern, damit Emissionsreduktionen gezielt und kosteneffizient vorgenommen werden können. Dazu sammeln wir Feinstaub in drei verschiedenen Grössenklassen und mit einer zeitlichen Auflösung von einer bis zwei Stunden. Dadurch werden Tagesgänge von Stoffkonzentrationen erfasst. Feldkampagnen zum Sammeln von Feinstaub werden vor allem in grossen Städten (‚Megacities’, z.B. Paris, Los Angeles, London) durchgeführt, weil dort die Konzentrationen normalerweise höher sind und die Zusammensetzung stark von anthropogenen Aktivitäten (Verkehr, industrielle Prozesse, Gebäudeheizungen) geprägt wird. In diesem Umfeld sind gewisse metallische Spurenelemente verantwortlich für vermehrt auftretende gesundheitliche Belastungen von Bevölkerung und Umwelt. Die chemischen Analysen werden an den Synchrotron-Anlagen des PSI in Villigen und am DESY/HASYLAB in Hamburg durchgeführt.