Lead


Lay summary
Gestalten in grossmassstäblichen Räumen

Hintergrund
Die gesellschaftliche und ökonomische Ausdifferenzierung der vergangenen Jahrzehnte hat einen tiefgreifenden Wandel der Städte und ihrer räumlichen Eigenschaften bewirkt. Vor dem Hintergrund historischer Urbanitätsvorstellungen erscheinen heutige Stadtregionen mit ihren dispersen und heterogenen Siedlungsstrukturen und Eigenschaften defizitär. Die Qualitätsdiskussion bezogen auf die Stadtregion als Ganze wird erst seit wenigen Jahren vertieft geführt; bislang existiert kein allgemein anerkanntes interdisziplinäres Bewertungsschema zur Qualifizierung zeitgenössischer urbaner Prozesse und Formen.

Ziel
Das Projekt interessiert sich für urbane Qualitäten und Potentiale unterschiedlicher Gebiete im Metropolitanraum Zürich. Unter Einbezug räumlicher, gesellschaftlicher und ressourcenspezifischer Aspekte werden vergleichbare Aussagen zu urbanen Phänomenen und Hinweise auf eine nachhaltige Bewältigung aktueller städtebaulicher Planungs- und Entwurfsaufgaben erarbeitet. Dafür werden in drei Fallstudien unterschiedliche Urbanisierungstypen im Metropolitanraum Zürich untersucht und ihre spezifischen Potentiale miteinander verglichen. Auf dieser Grundlage wird ein Katalog quantitativer und qualitativer Indikatoren erstellt, mit denen urbane Qualitäten abgebildet, verglichen und bewertet werden können.

Bedeutung
Das Projekt will über disziplinäre Grenzen hinweg Strategien und Massnahmen zur Aktivierung urbaner Potentiale erarbeiten und damit einen Beitrag zur Qualitätsdiskussion in der Stadt- und Raumentwicklung leisten. Dies betrifft sowohl den mittel- und langfristigen Aufbau wissenschaftlicher Kapazitäten als auch den Wissenstransfer innerhalb und ausserhalb wissenschaftlicher Institutionen. Das Projekt soll eine Verständigungsgrundlage für interdisziplinäre Planungs-, Entwurfs- und Entscheidungsprozesse schaffen, die sowohl wissenschaftlichen und praktischen Ansprüchen als auch der entwerferischen Flexibilität genügt.