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Lay summary
Kurzzusammenfassung:In diesem Projekt wird eine Kombination von zwei Methoden zur Diagnose der koronaren Herzkrankheit entwickelt und validiert, die rasch und schonend (nicht-invasiv, ohne Herzkatheter) Koronarverengungen nicht nur sichtbar mach sondern auch gleich feststellt, ob diese zu einer Störung der Herzdurchblutung führen.Hintergrund:Die koronare Herzkrankheit ist die häufigste Todesursache in unserer Gesellschaft. Entsprechend werden viele Patienten mit Verdacht auf diese Krankheit abgeklärt, häufig mittels invasivem Herzkatheteruntersuch (mind. 1 Uebernachtung im Spital), wo in vielen Fällen normale Herzkranzarterien gefunden werden. Nur ca. 40% erhalte eine Kathetertherapie, von der insgesamt nur eine Minderheit profitiert bezüglich Lebensverlängerung und/oder Lebensqualität. Dies liegt daran, dass leider sehr häufig das exakte Ausmass der koronaren Herzkrankheit nicht mit dem Herzkatheteruntersuch mit genügender Sicherheit abgeschätzt werden kann. Mit nicht-invasiven Methoden - am weitesten verbreitet ist die Szintigraphie - kann das wahre Ausmass der Erkrankung, nämlich die Durchblutungsstörung erfasst werden. Neuerdings kann mit CT (Computer Tomographie) die strukturelle Erkrankung der Koronararterien, d.h. deren Verengung (Stenose), nicht-invasiv dargestellt, d.h. der Herzaktheter ersetzt werden. Eine ideale nicht-invasive Abklärung der koronaren Herzkrankheit sollte beide Aspekte, d.h. Struktur (Stenosen) und Funktion (daraus allenfalls resultierende Durchblutungsstörungen) kombinieren. Eine solche Hybrid-Untersuchung darf aber andererseits nicht zu einer zu grossen Belastung der Patienten führen. Die Strahlenbelastung von Kombinationsuntersuchungen summierten sich bisher auf max. 41mSv, und das gesammte Untersuchungsprotokoll dauerte ca. einen halben Tag.Das Ziel:1.) Das Projekt soll eine neue Untersuchungsmethode entwickeln, welche als nicht-invasive Hybrid-Untersuchung die koronare Herzerkrankung vollumfänglich abklärt2.) Die Methode soll schonend sein, d.h. in ca. einer Stunde fertig sein und im Durchschnitt eine Strahlenbelastung von 4mSv nicht überschreiten, d.h. zehn mal wemiger, als die herkömmlichen Untersuchungen.Bedeutung:Die neue nicht-invasive Methode soll künftig Koronarstenosen diagnostieren und gleichzeitig festzustellen, ob diese Stenosen eine Durchblutungsstörung verursachen, was eine optimale Wahl der Therapiestrategie (Medikmente vs Intervention)