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Lay summary
Ziele des Forschungsprojekts
Ziel dieses Projektes ist es, (1) Einflussgrössen auf den generationsübergreifenden Wissenstransfers in der betrieblichen Praxis zu identifizieren, (2) konkrete Ansatzpunkte für einen erfolgreichen Wissenstransfer aufzuzeigen und (3) für das Management praktische Interventionsmöglichkeiten zu definieren.

Kontext und Bedeutung des Projekts
Für die beteiligten Kooperationspartner bedeutet das Projekt, erste Schritte in der Diagnose und Optimierung des generationsübergreifenden Wissenstransfers zu unternehmen und sich dabei auf empirische Daten zu stützen. Konkret liefert das Projekt wichtige Erkenntnisse zur Identifikation des erfolgskritischen Wissens in Unternehmen (Phase 1), eine Diagnose fördernder und hemmender Faktoren für den Wissenstransfer (Phase 2), die Ableitung konkreter Managementmassnahmen zur Optimierung des generationsübergreifenden Wissenstransfers (Phase 3) und die Erfolgsüberprüfung dieser Massnahmen (Phase 4).

Wissenschaftlicher Rahmen und Methodologie Das Projekt orientiert sich an einem integrativen Ansatz, in dem elaborierte Modelle der sozialpsychologisch orientierten Diversitätsforschung (Van Knippenberg, De Dreu & Homan, 2004) in den Anwendungskontext des Wissenstransfers übertragen werden (z.B. Lüthy, Voit & Wehner, 2002).
In vier Projektphasen werden altersgemischte Abteilungen bei den Kooperationspartnern Coop, Axa-Winterthur und Raiffeisen untersucht. Im ersten Schritt wird in den einzelnen Abteilungen das für konkrete Aufgaben der betrieblichen Praxis erfolgskritische Wissen analysiert sowie deren Einflussfaktoren qualitativ erhoben (Phase 1). Anschliessend werden in Phase 2 diese als kritisch identifizierten Faktoren des generationsübergreifenden Wissenstransfers in ein Messinstrument überführt und mittels einer quantitativen Fragebogenerhebung organisationsweit erfasst. In Phase 3 werden Abteilungen identifiziert, in denen Optimierungspotential bezüglich der Bedingungen und Aktivitäten des generationsübergeifenden Wissenstransfers vorliegt und praktische Implikationen abgeleitet. Den Abschluss bildet eine Nachmessung (Phase 4), in welcher der Erfolg möglicher Massnahmen bewertet werden soll.
Aus methodischer Sicht wird eine Kombination aus qualitativen und quantitativen Ansätzen eingesetzt. In den eher qualitativen Phasen erfolgen die Situations- und Wissensanalyse sowie die Ableitung von Interventionsmassnahmen. Die quantitativen Phasen erlauben sowohl eine statistische Modellprüfung im Längsschnitt als auch die Quantifizierung der Bedingungen in den beteiligten Unternehmen durch Verwendung eines Partial-Last-Square-Ansatzes der Datenanalyse.