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Lay summary
Das Orts- und Flurnamenbuch des Oberwallis erschliesst die Sammlung lebender und historischer Orts- und Flurnamen, die M. Seeberger seit 1970 erstellt hat. Die Sammlung ist inzwischen dank der Unterstützung durch die Walliser Delegantion der Loterie romande in einer elektronischen Datenbank erfasst. Diese Datenbank ist die Grundlage für die Erarbeitung eines Namenlexikons, in dem die einzelnen Namen etymologisch gedeutet werden. Seit dem 1. September 2001 wurden etwa 1200 Artikelentwürfe für die Lemmata der Buchstaben A/E, B/P, F/V, G, H, I/J, K/CH, L, M und O verfasst. Eine Darstellung der phonologischen und grammatischen Eigen-schaften der Oberwalliser Namen erschliesst die Grundlagen für die lautliche Gestalt und den morphologischen Aufbau der Namen. Eine Darstellung der Geschichte der Oberwalliser Namenforschung gibt den wissenschaftsgeschichtlichen Hintergrund für die Deutungen der Namen. Ziel des Forschungsprojektes ist die Erarbeitung eines Lexikons der Oberwalliser Orts- und Flurnamen nach dem Vorbild des Berner Na-menbuches. Es soll zusammen mit einem Datenträger publiziert werden, auf der der gesamte gesammelte Orts- und Flurnamenschatz des Oberwallis erfasst ist. Eine entsprechende benutzerfreundliche Oberfläche wurde im Rahmen des Forschungsprojektes entwickelt. Sie wird laufend optimiert und mit neuen Funktionen versehen. Eine Statistik über die Verteilung der Hauptlemmata in der Datenbank zeigt, dass rund zwei Drittel der Orts- und Flurnamen nur ein- bis dreimal belegt sind; viele da-von sind ausserhalb des Oberwallis unbekannt. Es wird also ein grosser, bisher unbekannter Namenschatz erschlossen, der allerdings teilweise schwer deutbar ist. Da die deutsche Besiedlung des Oberwallis, vor allem des westlichen Teils, relativ jung ist, sind auch viele vordeutsche Namen und Namensbestandteile vorhanden. Mit der Deutung und Publikation des Oberwalliser Orts- und Flurnamenbuches soll eine bestehende Lücke in der Erforschung und Dokumentation der Orts- und Flurnamen der westlichen Deutschschweiz geschlossen werden. Am Ende der beantragten Projekt-zeit von drei Jahren sollen sämtliche Namenartikel druckfertig vorliegen.