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Lay summary
Die Behandlung der HIV-Infektion erfordert eine lebenslange Therapie mit antiretroviralen Medikamenten. Ein wichtiges Anliegen für eine optimale Zukunft der HIV-Behandlung ist die Vermeidung von Langzeitnebenwirkungen. Eine Strategie, welche helfen würde die Belastung des Körpers mit Medikamenten zu reduzieren, ist die Umstellung auf eine Erhaltungstherapie durch eine Monotherapie (anstelle der bisherigen Dreierkombinationen).
Erste Erfahrungen mit Monotherapie liegen vor. Das Problem der ist die Frage, ob diese Behandlung auch die Viren in sogenannten Kompartikenten ausreichend unterdrückt. Damit ist vor allem das Gehirn und der Genitalktrakt gemeint.
In der MOST Studie werden Patienten mit einer optimalen Therapie randomisiert entweder mit der bisherigen Therapie weiter behandelt oder auf eine Monotherapie mit Lopinavir umgestellt. Untersucht werden Unterschiede in der Wirksamkeit der Therapie im Blut, Rückenmarksflüssigkeit (Zentrales Nervensystem) und Genitaltrakt (Sperma, Vaginalabstrich). Die Behandlung in der randomisierten Gruppe dauert ein Jahr, gefolgt von einem zweiten Jahr zur Langzeitbeobachtung. Im zweiten Jahr wird die Gruppe mit fortgesetzter Kombinationstherapie aber auch auf Monotherapie umgestellt.