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Process and outcome in psychoanalytic psychotherapy: a prospective longitudinal study

Applicant Kuechenhoff Joachim
Number 68011
Funding scheme Project funding
Research institution Abteilung Psychotherapie und Psychohygiene Universitäre Psychiatrische Kliniken
Institution of higher education University of Basel - BS
Main discipline Mental Disorders, Psychosomatic Diseases
Start/End 01.07.2003 - 30.09.2007
Approved amount 167'000.00
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Keywords (4)

PSYCHOTHERAPY RESEARCH; psychotherapeutic process; qualitative and quantitative data analysis; multi-perspectives

Lay Summary (German)

Lead
Lay summary
Psychoanalytisch fundierte Psychotherapien haben in der ambulanten Versorgung seelisch belasteter Menschen eine zentrale Bedeutung. Versorgungspraktisch besonders wichtig sind Behandlungen mit ein oder zwei Therapiestunden pro Woche. Ihre Wirksamkeit zu untersuchen und den therapeutischen Prozess wissenschaftlich zu beschreiben ,ist ein aktuelles und sowohl wissenschaftlich wie gesundheitsökonomisch bedeutsames Forschungsziel. In Zusammenarbeit mit deutschen Forschungsgruppen widmete sich unser schweizerisches Forschungsprojekt FIPP diesem Ziel. Durch die Charakterisierung des therapeutischen Prozesses bzw. durch die Identifikation von massgeblichen Einflussfaktoren wollten wir Möglichkeiten aufzeigen, therapeutische Techniken zu verbessern bzw. sie den Bedürfnissen der PatientInnen anzupassen, um ihnen zielgerichteter helfen zu können. Das wissenschaftliche Interesse des vorliegenden Forschungsprojekts richtete sich daher vor allem auf den analytischen Prozess Studiendesign:Die Studie ist als prospektive (d.h. vorausplanende) Längsschnittstudie konzipiert. Untersucht wurden die analytischen Prozesse von Therapien mit einer Frequenz von einer und zwei Wochenstunden während des ersten Behandlungsjahres. Die Prozesscharakteristika sollten nicht nur in Abhängigkeit von der Frequenz, sondern auch in Abhängigkeit vom Strukturniveau des Patienten und der Wechselwirkung dieser beiden Faktoren untersucht werden. Wir haben dabei den therapeutischen Prozesses aus verschiedenen Perspektiven(TherapeutIn, PatientIn, ExpertIn) und mittels verschiedener Instrumente (Fragebögen, Stundenprotokolle, vidoegraphierte Interviews) erfasst. Schlussendlich wurden die aus den drei Perspektiven erhobenen Daten integriert, um die Ereignisse des Behandlungsprozess besser zu verstehen.Ergebnisse:1)Die Verbesserung der Symptomatik war klinisch relevant. Es konnte eine signifikante Reduktion der Symptome erreicht werden. 2)Die Persönlichkeitsstruktur konnte signifikant stabilisiert werden, so dass die Fähigkeit mit zentralen psychischen Problemen (Konflikten) umzugehen, sich bereits im ersten Therapiejahr verbesserte. Erhebungen nach Beendigung der Therapie weisen auf eine Stabilisierung oder weitere Verbesserung der Symptome hin.3)Die Effekte halten nach Beendigung der Therapie an. Die Symptomatik stabilisiert sich oder verbessert sich weiter.4)Wie stark sich die Persönlichkeitsstruktur verbessert ist unabhängig von dem Ausgangsbefund der Stabilität der Persönlichkeit. 5)Es sind nicht die in ihrer Persönlichkeitsstruktur gut integrierten PatientInnen, die von der Therapie besonders profitieren (Symptomreduktion), sondern gerade die eher schlecht strukturierten PatientInnen. 6)Unsere Fallanalysen und unser Vergleich von Extremgruppen zeigen, dass eine bedeutungsvolle Analyse nur dann realisiert werden kann, wenn die aus den verschiedenen Perspektiven erhobenen Daten integriert werden. Qualitative Daten aus der Beschreibung therapeutisch bedeutsamer Sitzungen enthalten inhaltsreiche Bezüge und erleichtern so das Verständnis des therapeutischen Prozesses.
Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

Employees

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