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Individual (social, cultural and regional) and structural determinants of health services utilization in Switzerland: State of the art

Applicant Bisig Brigitte Elisabeth
Number 59698
Funding scheme NRP 45 Future Problems of the Welfare State
Research institution Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention Universität Zürich
Institution of higher education University of Zurich - ZH
Main discipline Preventive Medicine (Epidemiology/Early Diagnosis/Prevention)
Start/End 01.03.2001 - 31.12.2003
Approved amount 240'000.00
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All Disciplines (2)

Discipline
Preventive Medicine (Epidemiology/Early Diagnosis/Prevention)
Public Health and Health Services

Lay Summary (German)

Lead
Lay summary
Das Begriffspaar Rationalisierung vor Rationierung bei der Erbringung von Gesundheitsleistungen steht auch in der Schweiz im Zentrum der aktuellen Diskussionen über Kostendämpfungsmassnahmen im Gesundheitswesen. Eine wichtige Voraussetzung für gezielte Massnahmen ist die Kenntnis der Einflussfaktoren auf die Versorgung bzw. die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen. Wichtigste Determinante der Inanspruchnahme von Leistungen ist der Gesundheitszustand. Studien zeigen, dass sich die Gesundheit nach den sozio-demographischen, -ökonomischen und -kulturellen Indikatoren Alter, Geschlecht, sozio-ökonomische Schicht, Nationalität und Wohnregion stark unterscheidet. Es gibt jedoch Hinweise, dass unabhängig dieser individueller Faktoren (Gesundheitszustand und -verhalten) auch strukturelle Faktoren die Gesundheitsversorgung beeinflussen können (z.B. Versicherungsstatus, Ärztedichte). Die bisher für die Schweiz vorliegenden Informationen zu Einflussfaktoren der Inanspruchnahme sind noch nicht geeignet als Basis für konkrete Aktionen (z.T. ältere Daten, nicht vergleichbar zwischen den Perioden und Verwendung unterschiedlicher Definitionen z.B. für soziale und kulturelle Indikatoren). Somit liegt auch für die Schweiz ein hoher Forschungsbedarf vor.
Folgende Fragestellungen werden in diesem Projekt beantwortet:

-Wie bedeutend sind soziale, kulturelle und regionale Faktoren als Einflussfaktoren der Erbringung und Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen?
-Wie stabil sind diese Determinanten im Laufe der Jahre?

-Inwieweit erklärt Morbidität (Krankheiten, Unfälle, Behinderungen, Beschwerden) diese Unterschiede der Inanspruchnahme?

-Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Inanspruchnahme und strukturellen Faktoren?

Neben der Beschreibung der aktuellen Lage in der Schweiz stehen auch Vergleiche der Resultate im internationalen Kontext im Vordergrund.

Wichtigste Datenquellen dieses Projekts sind die repräsentativen Gesundheitsbefragungen von 1992/93 und 1997 des Bundesamtes für Statistik. Medizinische Statistiken sind aktuell noch nicht geeignet als gesamtschweizerisch repräsentative Datenquelle, können jedoch für punktuelle Analysen beigezogen werden.

Für die Analyse möglicher struktureller Einflussfaktoren werden Strukturdaten des Gesundheitswesens verwendet (z.B. Ärztedichte, Einwohner pro Spitalbett), mit dem Kanton - dem politischem Entscheidungsträger im Gesundheitswesen - als Bezugseinheit.

Die Studie hat folgende Umsetzungsziele:

-Förderung der Massnahmen zur Sicherung von Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit von Leistungen (Förderung der Evidenz-basierten Medizin; Weiterbildung der Ärzteschaft; Richtlinien für Vorsorgeuntersuchungen);
-Verbesserung der Information der Leistungserbringer über soziale, kulturelle und ökonomische Einflussfaktoren der Inanspruchnahme;
-Verbesserung der Information der Bevölkerung (z.B. über gesundheitliche Risikofaktoren und Krankheitsvorbeugung, die Notwendigkeit, Art und Periodizität von Vorsorgeuntersuchungen und das Einholen einer Zweitmeinung vor Operationen) und Verbesserung der Datenlage (Auf- und Ausbau der bestehenden Datenquellen und Bereitstellung von regionalen Strukturdaten).

Die Studie wird interuniversitär (Zürich und Lausanne) und interdisziplinär (Epidemiologie und medizinische Ökonomie) durchgeführt.


Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

Employees

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