Project

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Experimental Metaethics

Applicant Diaz Rodrigo
Number 200040
Funding scheme Early Postdoc.Mobility
Research institution Centre de recherche en éthique Université de Montréal
Institution of higher education Institution abroad - IACH
Main discipline Philosophy
Start/End 01.04.2021 - 30.09.2022
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Keywords (5)

Morality; Emotion; Reason; Metaethics; Experimental Philosophy

Lay Summary (German)

Lead
Dieses Projekt kombiniert philosophische Analysen und empirische Forschungsmethoden, um die immer wiederkehrende Frage anzugehen: Basiert Moral auf Vernunft oder Emotion?
Lay summary

Menschen sind moralische Tiere. Wir klassifizieren Verhaltensweisen routinemäßig als moralisch richtig oder falsch und versuchen (zumindest manchmal), das Richtige zu tun. Aber wie können wir zwischen moralisch richtig und falsch unterscheiden? Und was motiviert uns, richtig zu handeln und das Falsche zu vermeiden? Die Antworten auf diese Fragen unterscheiden zwei der wichtigsten metaethischen Theorien: moralischen Rationalismus und moralischen Sentimentalismus.

Der Rationalismus behauptet, dass unsere Fähigkeit, richtig von falsch zu unterscheiden, auf unseren Denkfähigkeiten beruht, ähnlich wie unsere Fähigkeit, mathematische Urteile zu fällen. Der Sentimentalismus behauptet, dass moralisches Urteil auf unseren emotionalen Fähigkeiten beruht, wie etwa auf Urteilen über Schönheit. Der Rationalismus geht davon aus, dass unsere Überzeugungen darüber, was richtig und was falsch ist, ausreichen, um moralisches Verhalten zu motivieren. Der Sentimentalismus bestreitet dies und setzt voraus, dass Emotionen notwendig sind.

Sowohl Rationalismus als auch Sentimentalismus beinhalten deskriptive, empirische Behauptungen. Aus diesem Grund haben zeitgenössische Philosoph*innen auf Ergebnissen der Kognitionswissenschaften aufgebaut, um ihre Ansichten zu verteidigen. Eine sorgfältige Analyse zeigt jedoch, dass vorhandene Studien sowohl rationalistisch als auch sentimentalistisch interpretiert werden können. 

Ich werde die Debatte analysieren und auf der Grundlage dieser Untersuchung zwei neue Wege vorschlagen, um die Rolle von Emotionen bei der moralischen Beurteilung und Motivation empirisch zu testen. Basierend auf den empirischen Ergebnissen werde ich für einen Ansatz zu moralischem Urteilsvermögen und Motivation argumentieren, der die Debatte zwischen Rationalismus und Sentimentalismus informieren wird und gleichzeitig neue Ansichten über moralische Akteurschaft und moralische Erziehung vorschlägt.

Direct link to Lay Summary Last update: 02.03.2021

Responsible applicant and co-applicants

Abstract

This project will bring together philosophical analysis and empirical research methods to inform a perennial question: Is morality based on reason or emotion?Humans are moral animals. We routinely classify behaviors as morally right or wrong, and (at least sometimes) try to do the right thing. But how are we able to distinguish between morally right and wrong? And what motivates us to do right and avoid wrong? The responses to these questions distinguish two main metaethical theories: moral rationalism and moral sentimentalism. Rationalism claims that our ability to distinguish right from wrong is based on our reasoning capacities, like our ability to make mathematical judgments. Sentimentalism claims that moral judgment is based on our emotional capacities, like judgments of beauty. Rationalism posits that our beliefs regarding what is right and what is wrong suffice to motivate moral behavior. Sentimentalism denies this, and posits that emotions are necessary.Both rationalism and sentimentalism involve descriptive, empirical claims. Because of this, contemporary philosophers have built on results from the cognitive sciences to defend their views. However, a careful analysis shows that extant studies can be interpreted in both rationalist and sentimentalist terms. I will analyze the debate and, based on this examination, propose two novel ways of empirically testing the role of emotion in moral judgment and motivation. Based on the empirical results, I will argue for an account of moral judgment and motivation that will inform the debate between rationalism and sentimentalism, while also suggesting novel views of moral agency and moral education.
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