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Märkte auf Papier. Informationen, Daten und Nachrichten im Basler "Avisblatt", 1729-1845

English title Printed Markets. Information, data, and news in the Basel "Avisblatt", 1729-1845
Applicant Burghartz Susanna
Number 182156
Funding scheme Project funding (Div. I-III)
Research institution Departement Geschichte Universität Basel
Institution of higher education University of Basel - BS
Main discipline Swiss history
Start/End 01.12.2018 - 30.11.2022
Approved amount 995'019.00
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All Disciplines (2)

Discipline
Swiss history
General history (without pre-and early history)

Keywords (17)

städtische Gesellschaft; materielle Kultur; Arbeitsmarkt; Nachrichten; Märkte; 18. Jahrhundert; Sattelzeit; Basel; Warenmärkte; Digital History; Konsum; Kommunikation; Immobilienmarkt; Verflechtungsgeschichte; Information; Daten; 19. Jahrhundert

Lay Summary (German)

Lead
„Märkte auf Papier“ untersucht am Beispiel von Basel eine neue Marktform, die seit dem 17. Jahrhundert in Metropolen wie Paris und London entstand und sich in den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts mit wachsendem Erfolg in ganz Europa etablierte: der gedruckte Anzeigenmarkt der Avis- und Intelligenzblätter.
Lay summary

Das Projekt nutzt die aussergewöhnlich gute Überlieferungslage des Basler Avis-Blattes für eine exemplarische Langzeitstudie im langen 18. Jahrhundert und trägt damit auf innovative Weise zur aktuellen Forschungsdiskussion über Märkte als Orte des (Aus-) Tauschs am Übergang von der Vormoderne ins 19. Jahrhundert bei. „Märkte auf Papier“ leistet am Beispiel von Basel einen grundlegenden Beitrag zur noch wenig erforschten Konsumgeschichte der eidgenössischen Städte in dieser langen strukturellen Transformationsphase. Es liefert Langzeit-Datenreihen zu unterschiedlichen Bereichen wie Warenmärkten, dem Arbeitsmarkt, dem Transport- und Reisewesen oder Preisen für Grundnahrungsmitteln, die als Referenzwerte für weitere Untersuchungen dienen können.

„Märkte auf Papier“ entwickelt digitale Werkzeuge weiter, die auf der neusten IIIF-Technologie beruhen, um mit Hilfe annotierter Digitalisate strukturierte Daten für den Aufbau einer Datenbank zu generieren. Es trägt so zur Weiterentwicklung von digitalen Werkzeugen bei, die zur Erschliessung weiterer Zeitungsprojekte und darüber hinaus für ganz unterschiedliche digitalisierte Quellenkorpora genutzt werden können.

Direct link to Lay Summary Last update: 13.10.2018

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Abstract

Das Projekt «Märkte auf Papier» untersucht am Beispiel von Basel eine neue Marktform, die seit dem 17. Jahrhundert in Metropolen wie Paris und London entstand und sich in den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts mit wachsendem Erfolg in ganz Europa etablierte: der gedruckte Anzeigenmarkt der Avis- und Intelligenzblätter. Dank der aussergewöhnlich guten Überlieferungslage bietet das Basler Avis-Blatt die ideale Grundlage für eine exemplarische Langzeitstudie im langen 18. Jahrhundert und leistet einen innovativen Beitrag zur aktuellen Forschungsdiskussion über Märkte als Orte des (Aus-) Tauschs am Übergang von der Vormoderne ins 19. Jahrhundert.Das lange 18. Jahrhundert war in den eidgenössischen Städten durch divergierende Entwicklungsprozesse geprägt: Strukturelle Transformationen im Bereich der Wirtschaft und Gesellschaft standen strukturkonservativen Regulierungsanstrengungen gegenüber. Politisch und sozial war die Zeit durch Umbrüche - Revolution, Helvetik und in Basel die Kantonstrennung von 1833 - ebenso wie durch restaurative Phasen gekennzeichnet. Das Projekt leistet am Beispiel von Basel für diese Epoche, die bislang wirtschaftshistorisch vor allem als protoindustrielle Transformationsphase untersucht wurde, einen grundlegenden Beitrag zur noch wenig erforschten Konsumgeschichte der eidgenössischen Städte. „Märkte auf Papier“ zielt darauf ab, der Vielfalt und Diversität der im Basler Avis-Blatt verfügbaren Information und Daten gerecht zu werden. Zu diesem Zweck kombiniert das Projekt methodisch-konzeptionell konsum- und kommunikationshistorische Perspektiven mit Aspekten der materiellen Kultur. Gleichzeitig verbindet es einen abstrakten, von der Nationalökonomie entwickelten Marktbegriff von Angebot und Nachfrage mit stärker praxeologisch ausgerichteten Marktkonzeptionen. Am Beispiel von Basel soll so ein exemplarischer Beitrag zur Analyse der Mikromechanik lokaler Märkte in einer zunehmend global verflochtenen städtischen Ökonomie geleistet werden.«Märkte auf Papier» erschliesst in systematischer Weise eine serielle Quelle, die bislang für die Konsumgeschichte noch wenig genutzt worden ist, und liefert damit Langzeit-Datenreihen zu so unterschiedlichen Bereichen wie dem Gütermarkt, dem Arbeitsmarkt, Transport- und Reisewesen oder vitalstatistischen Daten, die als Referenzwerte für weitere Untersuchungen dienen können. Das Projekt nutzt digitale Werkzeuge, die auf der neusten IIIF-Technologie beruhen und mit Hilfe annotierter Digitalisate strukturierte Daten für den Aufbau einer Datenbank generieren. Es leistet auf diese Weise einen Beitrag zur Weiterentwicklung von Werkzeugen im Rahmen der Digital History, die auch in weiteren Projekten zur Erschliessung von Zeitungen und darüber hinaus für ganz unterschiedliche digitalisierte Quellenkorpora Verwendung finden können.
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