Project

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Übergangsmanagement vom Straf- und Massnahmenvollzug in die Bewährungshilfe

English title From Prisons to Probation - Cooperation between Social Workers in Prisons and Probation Service
Applicant Wegel Melanie
Number 169551
Funding scheme Project funding (Div. I-III)
Research institution Institut für Delinquenz u. Kriminalpräventio Departement Soziale Arbeit ZHAW
Institution of higher education Zurich University of Applied Sciences - ZHAW
Main discipline Social work
Start/End 01.06.2017 - 28.02.2019
Approved amount 175'540.00
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Keywords (5)

Bewährungshilfe; Soziale Arbeit; Übergangsmanagement; Strafvollzug; Entlassvorbereitung

Lay Summary (German)

Lead
ZHAW, Departement Soziale ArbeitInstitut für Delinquenz und KriminalpräventionDr. Melanie Wegelin Kooperation mit:Haute Ecole de travail social et de la santéProf. Dr. Daniel Lambelet
Lay summary

Ausgangslage

Das Thema Übergangsmanagement vom Straf- und Massnahmenvollzug in die Freiheit ist aktuell in der Praxis der Sozialen Arbeit mit Straffälligen ein bedeutendes Thema und nimmt an Relevanz stetig zu. Die Rolle, die dabei den Institutionen und den professionellen Helfern zukommt, wurde wissenschaftlich kaum untersucht. Aus der Praxis ist bekannt, dass nach einer Entlassung aus dem Straf- und Massnahmenvollzug möglicherweise Betreuungslücken entstehen, die die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls in die Straffälligkeit erhöhen können.

Im Rahmen einer quantitativen Vorstudie wurden Professionelle der Sozialen Arbeit im Justizwesen nach Problemen des Übergangsmanagements und der Fallübergabe, gefragt. Ausgehend von ersten Befunden dieser Vorstudie, sollen im hiesigen Projekt Sozialarbeiter im Straf- und Massnahmenvollzug und in der Bewährungshilfe qualitativ zur Thematik des Übergangsmanagements befragt werden. Die Studie wird in allen drei Strafvollzugskonkordaten mit Professionellen unterschiedlicher Progressionsstufen durchgeführt.

Fragestellungen:

  • Was sind die zentralen Probleme bei der Übergabe von Klienten an die Bewährungshilfe?
  • Welche Voraussetzungen sind notwendig um die Kooperationen von Sozialarbeitern im Vollzug und der Bewährungshilfe zu optimieren?
  • Welche Massnahmen sollten getroffen werden um Übergänge optimal einzuleiten?

Broader impact

Im Rahmen des Projektes soll Wissen für die Praxis generiert werden und gemeinsam mit Vertretern aus der Praxis Lösungsvorschläge zur Optimierung der Fallübergabe und Verbesserung des Übergangsmanagements erarbeitet werden.

Keywords:

Übergangsmanagement, Entlassvorbereitung, Strafvollzug, Bewährungshilfe

Direct link to Lay Summary Last update: 10.05.2017

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Name Institute

Publications

Publication
"Laut Gesetz sind Sie zuständig" - Übergangsmanagement aus dem Vollzug und das Gemeinwesen
WegelMelanie (2018), "Laut Gesetz sind Sie zuständig" - Übergangsmanagement aus dem Vollzug und das Gemeinwesen, in Bewährungshilfe, 65(3), 282-294.

Collaboration

Group / person Country
Types of collaboration
Institut für Kriminologie Universität Tübingen Germany (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Research Infrastructure

Scientific events

Active participation

Title Type of contribution Title of article or contribution Date Place Persons involved
Internationaler Kongress der Schweizerischen Gesellschaft für Soziale Arbeit (SGSA Talk given at a conference "L'intervention socio-judiciaire à la croisée: brouillage des temps, remise en question du sens de l'action et recomposition d'un champ professionnel" 13.09.2018 Lausanne, Switzerland Wegel Melanie; Ruchti Nina;
Südwestdeutsches Schweizerisches kriminologisches Kolloquium Talk given at a conference Übergangsmanagement vom Strafvollzug in die Bewährungshilfe 06.07.2018 Freiburg im Breisgau, Germany Ruchti Nina;
16e colloque de l’Association internationale des criminologues de langue française (AICLF) Talk given at a conference "Entre activité multi-partenariale et organisation cloisonnée : la position inconfortable des agents de probation". 05.06.2018 Lausanne, Switzerland Wegel Melanie; Ruchti Nina;


Knowledge transfer events

Active participation

Title Type of contribution Date Place Persons involved
Übergangsmanagement vom Strafvollzug in die Bewährungshilfe Talk 04.07.2018 Zürich, Switzerland Ruchti Nina; Wegel Melanie;


Abstract

Das Thema Übergangsmanagement vom Straf- und Massnahmenvollzug in die Freiheit ist aktuell in der Praxis der sozialen Arbeit mit Straffälligen ein bedeutendes Thema und nimmt an Relevanz stetig zu. Das Wissen über Rückfälligkeit und Resozialisierung wird aus Studien übernommen, die primär den Straffälligen beleuchten (vorwiegend Desistance Studien) oder aber auf aggregierten Hellfelddaten beruhen (vorwiegend Rückfallstudien). Die Rolle, die dabei den Institutionen und den professionellen Helfern zukommt wurde wissenschaftlich kaum untersucht. So ist aus der Praxis bekannt, dass nach einer Entlassung aus dem Straf- und Massnahmenvollzug Betreuungslücken bestehen, die die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls in die Straffälligkeit erhöhen können. Die Antragstellerin hat zum Thema „Übergangsmanagement vom Strafvollzug in die Freiheit“ eine repräsentative Studie in der Schweiz und in Deutschland durchgeführt, welche zum einen die Arbeitsmethoden und Zielsetzung von Sozialarbeitern im Straf- und Massnahmenvollzug, sowie Bewährungshelfern fokussiert. Eine zentrale Fragebatterie befasste sich mit dem Thema des Übergangsmanagement. Entsprechend der Leitlinien zum Übergangsmanagement des Strafvollzugskonkordats Nordwest- und Innerschweiz konnten gezielt Defizite bei der Kooperation von Akteuren innerhalb und ausserhalb des Straf- und Massnahmenvollzugs erhoben werden. Beispielhaft sind hier die Aufgabe des Vollzugs zu nennen, Inhaftierte die vor einer Entlassung stehen über die Möglichkeiten der Bewährungshilfe zu informieren. Weiter scheint ein grosses Defizit zu sein, was die Übergabe von Akten und Dossiers anbelangt. Oder aber kann an die Vorarbeit des Sozialarbeiters im Straf- und Massnahmenvollzug nicht direkt angeknüpft werden. Da es sich bei dieser Studie um eine standardisierte Befragung handelte, soll mit dem vorliegenden Gesuch im Rahmen von qualitativen Interviews die Schnittstellenproblematik aufgegriffen werden um, sowohl von Seiten der Bewährungshelfer als auch von Seiten der Sozialarbeiter im Straf- und Massnahmenvollzug, deren Einstellung und Arbeitsweisen mit Blick auf Kooperationen zu verstehen. Die Grundlage der beantragten Studie bilden die Fragen aus der quantitativen Studie, welche auf dem Leitbild zum Übergangsmanagement der Nordwest- und Innerschweiz stammen. Fragestellungen:Was sind die zentralen Probleme bei der Übergabe von Klienten an die Bewährungshilfe?Welche Voraussetzungen sind notwendig um die Kooperationen von Sozialarbeitern im Vollzug und der Bewährungshilfe zu optimieren?Welche Massnahmen sollten getroffen werden um Übergänge optimal einzuleiten?Welche Beiträge kann der Professionelle selbst leisten oder aber nicht leisten, die für eine gute Integrationsarbeit grundlegend wäre?Um diesen Fragestellungen nachzugehen und mit Hilfe der Professionellen Lösungsvorschläge zu erarbeiten, sollen in einem ersten Modul qualitative Interviews mit Sozialarbeitern im Straf- und Massnahmenvollzug sowie mit Bewährungshelfern geführt werden. In einem zweiten Schritt soll im Rahmen eines Workshops zuerst eine Gruppendiskussion mit diesen beiden Berufsgruppen zur Thematik der Kooperation geführt werden um im Rahmen des Diskursverlaufs Argumentationsweisen besser nachvollziehen zu können. Im zweiten Teil dieses Workshops sollen Möglichkeiten der Optimierung der Schnittstellenproblematik, gemeinsam mit den Professionellen gesucht und ausgearbeitet werden.
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