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Off-OffOff-Of? Schweizer Kulturpolitik und Selbstorganisaton in der Kunst

English title Off-OffOff-Of? Swiss Cultural Politics and Self-Organisation in the Arts
Applicant Mader Rachel
Number 156796
Funding scheme Project funding
Research institution Hochschule Luzern Design & Kunst
Institution of higher education Lucerne University of Applied Sciences and Arts - HSLU
Main discipline Arts
Start/End 01.05.2015 - 30.06.2019
Approved amount 527'055.00
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All Disciplines (3)

Discipline
Arts
Visual arts and Art history
Sociology

Keywords (5)

institutional studies; Kunstinstitutionen ; Kulturpolitik; Off-Spaces; Selbstorganisation

Lay Summary (German)

Lead
Im Forschungsprojekt Off OffOff Of? Schweizer Kulturpolitik und Selbstorganisation in der Kunst seit 1980 werden Entwicklung und Funktion von selbstorganisierten Kunsträumen in der Schweiz erstmals systematisch aufgearbeitet und ausgewertet.
Lay summary

Die Aufarbeitung umfasst die Erschliessung und Ordnung von bis anhin kaum gesichteten Dokumentationsmaterialien (u.a. Mission Statements, Gesuchen, Briefwechseln) selbstorganisierter Räume in der Schweiz. Ergänzende Interviews mit involvierten AkteurInnen (BetreiberInnen, VertreterInnen aus Kulturpolitik und Verwaltung) ergeben ein kondensiertes Abbild der Einschätzungen und Visionen von Selbstorganisation in der Schweizer Kunstszene. In der vergleichenden Analyse der beiden Arbeitsschritte werden die erhobenen Fakten mit den in den Interviews eruierten Einschätzungen abgeglichen und in Bezug zum aktuellen kulturpolitischen Diskurs gesetzt.

 

 Als anwendungsorientertes Grundlagenprojekt wenden sich die Outputs des Projektes an die involvierten Interessensgruppen: die online verfügbare Dokumentation selbstorganisierter Kunsträume und die wissenschaftliche Publikation schliesst eine Lücke in der Geschichte der Schweizer Kunstszene. Dazu werden Formate zur Vermittlung der Ergebnisse an die interessierten Stakeholder (u.a. Kulturpolitik, Verwaltung, Kunsträume) erarbeitet. Damit zeigt das Projekt auch, wie Forschungsergebnisse in adäquater Weise an die Praxis zurückgegeben werden können.

 

Trotz in den letzten Jahren umfangreichen und thematisch äusserst vielfältigen Forschungen aus den Bereichen der Museum Studies, Institutionsgeschichte, Kunstsoziologie oder auch des Kulturmanagements ist die Analyse der selbstorganisierten und unabhängigen Kunstinitiativen auf nationaler wie internationaler Ebene ein Desiderat.
Direct link to Lay Summary Last update: 07.05.2015

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Publications

Publication
Hauptsache gemeinsam. Zu Aktualität und Beweggründen kollektiver Kunstpraxis
MaderRachel (2019), Hauptsache gemeinsam. Zu Aktualität und Beweggründen kollektiver Kunstpraxis, in Daners Peter, Schmitt Melanie, Schank Annika, Poppe Frederik (ed.), Universität Heidelberg, Heidelberg, 45-56.
On Representation and Legitimation. The Political Dimensions of Exhibition Texts
MertenSarah (2019), On Representation and Legitimation. The Political Dimensions of Exhibition Texts, in Jedruch Dorota (ed.), National Museum Krakow, Krakau, 47-56.
Zwischen Trend und Aufrichtigkeit. Kulturelle Teilhabe in der Kunst
MaderRachel (2019), Zwischen Trend und Aufrichtigkeit. Kulturelle Teilhabe in der Kunst, in Bundesamt für Kultur (ed.), Bundesamt für Kultur, Bern, 175-186.
Tagung als Methode. Zur partizipativen Forschungspraxis im Projekt »Off OffOff Of? Schweizer Kulturpolitik und Selbstorganisation in der Kunst seit 1980
GlauserAndrea, FlückigerGabriel, SpillmannPeter, MaderRachel, LeisibachVera, MüllerPablo, MertenSarah (2018), Tagung als Methode. Zur partizipativen Forschungspraxis im Projekt »Off OffOff Of? Schweizer Kulturpolitik und Selbstorganisation in der Kunst seit 1980, Hochschule Luzern, Luzern.
Kunst, Arbeit und (De-)Regulierung
Glauser Andrea (ed.) (2017), Kunst, Arbeit und (De-)Regulierung, Schweizerische Zeitschrift für Soziologie, Schweiz.
Permanent Negotiation: Artistic Self-Organization Between Self-Determination, Cultural Policy, and Urban Development
FlückigerGabriel, MaderRachel, SpillmannPeter (2017), Permanent Negotiation: Artistic Self-Organization Between Self-Determination, Cultural Policy, and Urban Development, in Ziemer Gesa, Berger Hilke (ed.), Jovis, Berlin, 152-162.
Who sets the agenda? Changing Attitudes Towards the Relevance of Small Scale Visual Arts Organisations in the UK’
MaderRachel (2017), Who sets the agenda? Changing Attitudes Towards the Relevance of Small Scale Visual Arts Organisations in the UK’, in Mann Nicola, Bonham-Carter Charlotte (ed.), Palgrave Macmillian, Basingstoke, 17-33.

Collaboration

Group / person Country
Types of collaboration
Autonomie und Funktionalisierung. Germany (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
diverse Stellen vgl. unten Switzerland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Industry/business/other use-inspired collaboration
Alborg University Denmark (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Publication

Scientific events

Active participation

Title Type of contribution Title of article or contribution Date Place Persons involved
Institut für Kulturmanagement und Gender Studies Individual talk Eigensinn und Nachahmung im Kulturbetrieb. Globale Dynamiken, lokale Differenzen 15.11.2018 Wien, Austria Glauser Andrea;
Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften Individual talk Umkämpfe Grenzen – Stadt und die räumlichen Ordnungen sozialer Praxis«, 09.04.2018 München, Germany Glauser Andrea;
Wechselwirkung Talk given at a conference Banden bilden und Themen setzen. Kollektive Strategien in der Kunst 06.04.2018 Essen, Germany Mader Rachel;
Precarious Infrastructures Talk given at a conference Continue to Negotiate 26.04.2017 Aarhus, Denmark Mader Rachel;
Archives on Stage Individual talk Verstreute Archive und Geschichten ohne Zentrum. Herausforderungen einer Aufarbeitung selbstorganisierter Kunstorte 04.04.2017 Zürich, Switzerland Mader Rachel; Flückiger Gabriel;
Interdependenzen. Künste und künstlerische Techniken Talk given at a conference Neue Verbindlichkeit. Kunstkollektive im 21. Jahrhundert 26.10.2016 Berlin, Germany Mader Rachel;
Text at the Museum Talk given at a conference On Representation and Legitimation. Political Dimensions of Texts About Visual Art in the Exhibition Context 10.09.2016 Krakau, Poland Mertens Sarah;


Self-organised

Title Date Place

Knowledge transfer events

Active participation

Title Type of contribution Date Place Persons involved
Die Selbstorganisation von Kunstler*innen und die Auswirkungen auf die Gesellschaft Talk 28.11.2018 Luzern, Switzerland Mader Rachel;
Unfolding the margins. Erkundung eines künstlerischen Feldes Workshop 20.05.2017 Zürich, Switzerland Flückiger Gabriel;


Self-organised

Title Date Place
Anerkennung jetzt! Bloss wofür? Selbstorganisation in und mit Kunst 22.04.2017 Luzern, Switzerland
Kulturpolitik und selbstorganisierte Räume 30.09.2016 Basel, Switzerland
Just what is it that makes today’s project spaces so different, so appealing? 29.09.2016 Basel, Switzerland

Communication with the public

Communication Title Media Place Year
Media relations: print media, online media Tous ensemble Le Courrier Western Switzerland 2017

Associated projects

Number Title Start Funding scheme
141757 Organising Innovation. Artistic Practice and Cultural Politics in Postwar Britain 01.09.2012 Ambizione
134693 Kristallisationsorte der Schweizer Kunst der 1970er Jahre: Aarau - Genf - Luzern 01.05.2011 DORE project funding

Abstract

Im Forschungsprojekt Off-Offoff-of? werden Entwicklung und Funktion von selbstorganisierten Kunsträumen in der Schweiz seit 1980 in Zusammenhang mit den flankierenden kulturpolitischen Massnahmen und Debatten untersucht. Damit wird nicht nur ein in den letzten Jahren massiv angewachsener und bis anhin nicht systematisch ausgewerteter Bereich kultureller Aktivitäten aufgearbeitet. Die Analyse zielt mit der Darlegung der umfangreichen und vielfältigen Tätigkeiten der sogenannten Off- bzw. in jüngeren Jahren OffOff-Szene zudem als anwendungsorientierte Grundlagenforschung darauf ab, aktuellen kulturpolitischen Diskussionen auf Fakten basierte Kenntnisse zur Verfügung zu stellen. Dass es just daran mangelt, konstatieren nicht nur die BetreiberInnen der selbstorganisierten Kunsträume selbst; auch VertreterInnen aus Kulturpolitik und Verwaltung beklagen das fehlende Wissen um die Wirkung und der Unterstützung (vgl. State of the Art, sowie Letters of Interest in der Beilage). Das Projekt leistet einen Beitrag zu einer seit Jahren dringlichen kulturpolitischen Diskussion, deren Notwendigkeit im letzten Jahr mit der Einreichung der Petition Hundert Räume geben mehr Licht als ein Leuchtturm an Bundesrat Berset erneut verdeutlicht wurde. Die Aufarbeitung umfasst die Erschliessung und Ordnung von bis anhin kaum gesichteten Dokumentationsmaterialien (u.a. Mission Statements, Gesuchen, Briefwechsel) selbstorganisierter Räume in der Schweiz. Während in einer ersten Arbeitsphase die möglichst umfassende Aufarbeitung sämtlicher in der Schweiz je aktiven Initiativen geleistet werden soll, konzentriert sich die zweite, vertiefte Auswertung der Materialien auf ausgewählte Städte. Ergänzende Interviews mit involvierten AkteurInnen (BetreiberInnen, VertreterInnen aus Kulturpolitik und Verwaltung) ergeben ein kondensiertes Abbild der Einschätzungen und Visionen von Selbstorganisation in der Schweizer Kunstszene. In der vergleichenden Analyse der beiden Arbeitsschritte (Dokumentationen und Interviews) werden die erhobenen Fakten mit den Einschätzungen abgeglichen und entlang relevanter Stichworte in Bezug zum kulturpolitischen Diskurs gesetzt. Trotz in den letzten Jahren umfangreichen und thematisch äusserst vielfältigen Forschungen aus den Bereichen der Museum Studies, Institutionsgeschichte, Kunstsoziologie oder auch des Kulturmanagements ist die Analyse der selbstorganisierten und unabhängigen Kunstinitiativen auf nationaler wie internationaler Ebene ein Desiderat (für Details vgl. Forschungsstand). Die Forschungsergebnisse des vorliegenden Vorhabens sind deswegen nicht nur für die Schweizer Situation von Bedeutung, sondern exemplarisch für ähnliche Szenen in Europa. Die Weiterentwicklung der Forschung mit europäischen Partnern ist deswegen bereits in Vorarbeit.Das Forschungsteam besteht aus wissenschaftlichen Mitarbeitenden, die nebst notwendiger Kenntnisse des Forschungsgegenstands auch Praxiserfahrung in den untersuchten Bereichen haben. Eine Soziologin wird auf Mandatsbasis zur Auswahl der Städte sowie zur Erarbeitung und Auswertung der themenorientieren narrativen Interviews entlang eines Fragenkataloges (vgl. detaillierter Forschungsplan) beigezogen.Als anwendungsorientertes Grundlagenprojekt wenden sich die Outputs des Projektes an Interessensgruppen: die online verfügbare Dokumentation selbstorganisierter Kunsträume und die wissenschaftliche Publikation schliesst eine Lücke in der Geschichte der Schweizer Kunstszene. Dazu werden Formate zur Vermittlung der Ergebnisse an die involvierten Stakeholder (u.a. Kulturpolitik, Verwaltung, Kunsträume) erarbeitet. Damit zeigt das Projekt auch, wie Forschungsergebnisse in adäquater Weise an die Praxis zurückgegeben werden können.
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