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Das Berner Münster. Das erste Jahrhundert: Von der Grundsteinlegung bis zur Chorvollendung und Reformation (1421-1517/1528)

English title Bern Cathedral, From the first Stone Laying to the Choir Completion and Reformation (1421-1517/28)
Applicant Nicolai Bernd
Number 150217
Funding scheme Project funding
Research institution Institut für Kunstgeschichte Universität Bern
Institution of higher education University of Berne - BE
Main discipline Visual arts and Art history
Start/End 01.04.2014 - 30.11.2017
Approved amount 414'003.00
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All Disciplines (3)

Discipline
Visual arts and Art history
Swiss history
Civil Engineering

Keywords (1)

Architektur ,Kunst, Netwerke, Spätgotik

Lay Summary (German)

Lead
Ziel des Projektes ist es, eine umfassende Baugeschichte in Form einer grundlegenden Münster-monografie zu erarbeiten, die 2017 zum 500 Jahr Jubiläum der Choreinwölbung der Öffentlichkeit präsentiert werden soll. Ein integraler Ansatz und eine enge Zusammenarbeit mehrerer wissen-schaftlicher Institutionen bietet nun die einmalige Gelegenheit, nach der Ersterfassung vor mehr als 50 Jahren, ein modellhaftes Forschungsprojekt mit hohen methodischen Standards zu entwickeln.
Lay summary
Das Projekt Das Berner Münster. Das erste Jahrhundert (1421–1517/28) hat zum Ziel, eine neue integrale Baugeschichte des Münsters und seiner komplexen Kontexte zu erarbeiten. Vorgesehen sind die Kompetenzen von Kunst- und Architekturgeschichte, Bauforschung, Geschichte, Restaurierung und den Spezialfeldern von Glasmalerei und Skulptur/Steinbearbeitung so zu bündeln, dass eine konsistente gattungsübergreifende Analyse des Gesamtbaus und damit eine umfassende Baugeschichte geschrieben werden kann. Unter der Ägide der städtischen Elite Berns entwickelte sich das Berner Münster seit seiner Grundsteinlegung 1421 bis um 1517/1528 (Choreinwölbung/Berner Disputation) zu einem der anspruchsvollsten Vorhaben seiner Zeit im Gebiet der heutigen Schweiz.  Zudem stand es in einem Netzwerk von Verbindungen mit den reichsstädtischen, süddeutschen, aber auch oberrheinischen und böhmischen Bauvorhaben, u.a., Ulm, Strassburg, Basel, Thann und Kuttenberg.  Auch auf künstlerischem Gebiet eröffnete der Münsterbau neue Möglichkeiten: Glasmaler, Bildhauer und Maler wirkten am Münster. Aufgrund der vorgesehenen umfassenden neuen Bauanalyse und -forschung, der Quellenforschung sowie der Kontextualisierung im Hüttenbetrieb wird das Münster nun präzise innerhalb der Sakralarchitektur des späten Mittelalters am Übergang zur Frühen Neuzeit verortet und ihm endlich sein angemessener Platz in der Kunstgeschichtsschreibung zurückgegeben.
Ziel des Projektes ist es, eine umfassende Baugeschichte in Form einer grundlegenden Münstermonografie zu erarbeiten, die 2017 zum 500 Jahr Jubiläum der Choreinwölbung  der Öffentlichkeit präsentiert werden soll. Ein integraler Ansatz und eine enge Zusammenarbeit mehrerer wissenschaftlicher Institutionen bietet nun die einmalige Gelegenheit, nach der Ersterfassung vor mehr als 50 Jahren, ein modellhaftes Forschungsprojekt mit hohen methodischen Standards zu entwickeln.
Direct link to Lay Summary Last update: 17.03.2014

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Publications

Publication
Auf dem Weg zu einem neuen Verständnis des Berner Münsters
Nicolai Bernd (2017), Auf dem Weg zu einem neuen Verständnis des Berner Münsters, in Kunst + Architektur in der Schweiz, 2017(68.2), 64-73.
Mit den Methoden der Bauforschung. Neue Erkenntnisse zur Baugeschichte des Berner Münsters
Druzynski v BötticheAlexandra, VölklePeter (2017), Mit den Methoden der Bauforschung. Neue Erkenntnisse zur Baugeschichte des Berner Münsters, in Kunst + Architektur in der Schweiz, 2017(68.2), 34-39.
Einleitung
NemecRichard, GerberRoland (2017), Einleitung, in Gerber Roland, Nemec Richard (ed.), Hist. Verein des Kantons Bern, Bern, 3-10.
Kirchenfabrik und Hütte
NemecRichard (2017), Kirchenfabrik und Hütte, in Gerber Roland, Nemec Richard (ed.), Hist. Verein des Kantons Bern, Bern, 11-23.
Das St. Vinzenzenschuldbuch in Bern von 1448 und der Kirchenpfleger Thüring von Ringoltingen. (Sondernummer der Berner Zeitschrift für Geschichte 79, 2/2017)
Gerber Roland, Nemec Richard (ed.) (2017), Das St. Vinzenzenschuldbuch in Bern von 1448 und der Kirchenpfleger Thüring von Ringoltingen. (Sondernummer der Berner Zeitschrift für Geschichte 79, 2/2017), Hist. Verein des Kantons Bern, Bern.
Die „Iunker“ am Bau: nur Legende? Zwischen Prag, Strassburg Bern und Ulm an der Schwelle zur Frühen Neuzeit
NemecRichard (2017), Die „Iunker“ am Bau: nur Legende? Zwischen Prag, Strassburg Bern und Ulm an der Schwelle zur Frühen Neuzeit, in Zeitschrift für Schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte, 2017(74), 131-144.
Parler – Ensinger. Die Frage der Stil-Diktion. Architekten- und Werkmeisterdynastien an der Schwelle vom späten Mittelalter zur Neuzeit.
NemecRichard (2017), Parler – Ensinger. Die Frage der Stil-Diktion. Architekten- und Werkmeisterdynastien an der Schwelle vom späten Mittelalter zur Neuzeit., in Bauch Martin, Burkardt Julia (ed.), Böhlau Verlag, Köln, Weimar, Wien, 361-401.
Tradition, Innovationen oder Rückständigkeit? Medialitätsstrategien der reichsstädtischen und eidgenössischen Eliten an der Schwelle zur Frühen Neuzeit
NemecRichard (2015), Tradition, Innovationen oder Rückständigkeit? Medialitätsstrategien der reichsstädtischen und eidgenössischen Eliten an der Schwelle zur Frühen Neuzeit, in Oberste Jörg, Ehrlich Susanne (ed.), Schnell & Steiner, Regensburg, 165-187.
Workshop zum Berner Riss, Historisches Museum Bern, 17. und 18. 2. 2012. Ein Tagungsbericht
NemecRichard (2014), Workshop zum Berner Riss, Historisches Museum Bern, 17. und 18. 2. 2012. Ein Tagungsbericht, in Architectura, 2014(44,2), 31-50.
Migrative Bewegungen spätmittelalterlicher Steinmetze und Werkmeister
Druzynski v BötticheAlexandra, Migrative Bewegungen spätmittelalterlicher Steinmetze und Werkmeister, in Rheidt Klaus (ed.), Zabern Verlag, Darmstadt, 153-172.

Collaboration

Group / person Country
Types of collaboration
PD Dr. Gerd Schwedler, Uni Zürich, Hist. Seminar Switzerland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Publication
BTU Cottbus, Lehrstuhl Baugeschichte Germany (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Publication
- Research Infrastructure
Berner Münster-Stiftung Switzerland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Publication
- Research Infrastructure
- Exchange of personnel
VitroCentre Romont Switzerland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Publication
- Research Infrastructure
- Exchange of personnel

Scientific events

Active participation

Title Type of contribution Title of article or contribution Date Place Persons involved
Iconoclasm and Vandalism Talk given at a conference The Enacted Iconoclasm in the Bern Minster and the Change of Social Habits 01.05.2018 Los Angeles, United States of America Nicolai Bernd;
Migration und Baukultur von der Antike bis zur Gegenwart Talk given at a conference Migrative Bewegungen mittelalterlicher Baumeister 23.11.2016 Berlin, Erkner, Germany Druzynski v. Boetticher Alexandra;
Guest Lecture Yolanda and David Katz Fac, Art History Department Individual talk Architecture as imago? Between architectural innovation and municipal or courtly (re)presentation 01.11.2016 Tel Aviz, Israel Nemec Richard;
The Murray Seminar on Medieval and Renaissance Art Individual talk Modes of Artistic Expression and Representation. The facade of Bern Minster and fifteenth-century church building programmes in imperial cities 22.04.2016 London, Great Britain and Northern Ireland Nicolai Bernd;
Darumb sol man sin Erben jagen! Das Vinzenzenschuldbuch in Bern von 1448 Talk given at a conference Zur Organisationspraxis der kommunalen Architekturprojekte an der Schwelle zur Neuzeit 26.11.2015 Bern, Switzerland Nemec Richard;
Das Berner Münster Talk given at a conference Bauetappen des Münsters - Chor und Langhaus 08.10.2015 Bern, Switzerland Druzynski v. Boetticher Alexandra;
Das Berner Münster Talk given at a conference Architektur und Skulptur am Münster: Medialitätsstrategien der Berner Elite 08.10.2015 Bern, Switzerland Nicolai Bernd; Nemec Richard;
Das Berner Münster Talk given at a conference Bautypologie und Morphologie des Berner Münsters 08.10.2015 Bern, Switzerland Nicolai Bernd;


Self-organised

Title Date Place
Tagung Berner Münster 08.10.2015 Bern, Switzerland

Abstract

Das Projekt „Das Berner Münster. Das erste Jahrhundert (1421-1517/28) hat zum Ziel, eine neue integrale Baugeschichte des Münsters und seiner komplexen Kontexte zu erarbeiten. Dabei sollen die in den letzten Jahren angefertigten, vorbildlichen Planunterlagen und Dokumentationen der Münsterbauhütte, die baubegleitenden restauratorische Untersuchungen, sowie neue Erkenntnisse der historischen und kunsthistorischen Forschung ausgewertet und wissenschaftlich weiterentwickelt werden, um die Bedeutung dieses so wichtigen Baus der Spätgotik in der Schweiz zu würdigen. Vorgesehen sind die Kompetenzen von Kunst- und Architekturgeschichte, Bauforschung, Geschichte, Restaurierung und den Spezialfeldern von Glasmalerei und Skulptur/Steinbearbeitung im Kontext des Berner Münsters so zu bündeln, dass eine konsistente gattungsübergreifende Analyse des Gesamtbaus und damit eine umfassende Baugeschichte geschrieben werden kann. Dazu haben die Berner Münsterstiftung ihre Unterstützung und vor allem die Berner Münsterbauhütte eine Zusammenarbeit in erheblichem Umfang zugesagt.Unter der Ägide der städtischen Elite Berns entwickelte sich das Berner Münster seit seiner Grundsteinlegung 1421 bis um 1517/1528 (Choreinwölbung/Berner Disputation) zu einem der anspruchsvollsten Vorhaben seiner Zeit. Im Gebiet der heutigen Schweiz gehört es zu den bedeutendsten Architekturzeugnissen des 15. und frühen 16. Jahrhunderts. Mit seiner architektonischen Qualität und Fülle der baulichen Ausstattung befand sich das Berner Münster unter mehreren Grossbauprojekten wie z. B. Fribourg und Basel an erster Stelle. Zudem stand es in einem Netzwerk von Verbindungen mit den reichsstädtischen, süddeutschen, aber auch oberrheinischen und böhmischen Bauvorhaben, u.a Esslingen, Ulm, Strassburg, Basel, Konstanz, Thann und Kuttenberg. Ausgehend von diesen historischen Koordinaten wird neben dem ersten Kernpunkt, einer lückenlose Bau- und Ausstattungsgeschichte des Münsters für den genannten Zeitraum, auf einer zweiten Ebene die kunsthistorische Stellung des Berner Münsters innerhalb der Alten Eidgenossenschaft, der freien Städte des nordalpinen Heiligen Römischen Reiches und zu weiteren Bezugspunkten (u.a. Prag, Kuttenberg) untersucht. Stärker als bislang wird dabei auch die Rolle des Münsterbaumeisters Matthäus Ensinger, sowie das umfassende Wirkungsfeld der Berner Bauhütte im Zusammenhang mit den zentralen Bauhütten Süddeutschlands und Böhmens nachgezeichnet. Die Berner Münsterbauhütte wurde knapp 30 Jahre lang von Ensinger geleitet. Unter seinem Nachfolger Stefan Hurder erlangte sie 1459 auf dem Regensburger Hüttentag die Vorrangstellung unter den eidgenössischen Bauhütten: Ein solches Reglement orientierte sich an den Regelwerken, dürfte jedoch für Bern einen entscheidenden Wendepunkt bedeutet haben. Die Berner Münsterbauhütte galt nicht zuletzt kraft ihrer privilegierten rechtlichen Bestimmung als innovative Vorreiterin des aktuellen Baugeschehens. Auch auf künstlerischem Gebiet eröffnete der Münsterbau neue Möglichkeiten: Glasmaler, Bildhauer und Maler kamen nach Bern. Aufgrund der vorgesehenen umfassenden neuen Bauanalyse und -forschung, der Quellenforschung sowie der Kontextualisierung im Hüttenbetrieb und im Gefüge der freien Städte wird das Münster nun präzise innerhalb der Sakralarchitektur des späten Mittelalters am Übergang zur Frühen Neuzeit verortet und ihm endlich sein angemessener Platz in der Kunstgeschichtsschreibung zurückgegeben. Ziel des Projektes ist es, eine umfassende Baugeschichte in Form einer grundlegenden Münstermonografie zu erarbeiten, die 2017 zum 500 Jahr Jubiläum der Choreinwölbung der Öffentlichkeit präsentiert werden soll. Ein integraler Ansatz und eine enge Zusammenarbeit mehrerer wissenschaftlicher Institutionen bietet nun die einmalige Gelegenheit, nach der Ersterfassung vor mehr als 50 Jahren, ein modellhaftes Forschungsprojekt mit hohen methodischen Standards zu entwickeln.
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