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Christliche Nächstenliebe und buddhistisches Mitgefühl. Eine komparativ-theologische Analyse zu Papst Johannes Paul II. und dem XIV. Dalai Lama hinsichtlich phänomenologischen Aspekten ihrer Altruismus-Konzeptionen

Applicant Staub Richard
Number 148894
Funding scheme Doc.CH
Research institution Theologische Fakultät Universität Basel
Institution of higher education University of Basel - BS
Main discipline Religious studies, Theology
Start/End 01.10.2013 - 31.07.2016
Approved amount 192'120.00
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Keywords (8)

compassion; Dalai Lama; comparative theology; Pope John Paul II.; charity; interreligious; theology of religion; pluralism

Lay Summary (German)

Lead
Christliche Nächstenliebe und buddhistisches Mitgefühl werden in der Regel als unvereinbar verschieden wahrgenommen. In diesem Projekt sollen die Altruismus-Konzeptionen von Papst Johannes Paul II. und dem XIV. Dalai Lama theologisch verglichen und falsche Vorurteile darüber berichtigt werden.
Lay summary

Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts:

Die letzte Arbeit ausschliesslich über Nächstenliebe und Mitgefühl von 1935 hat massgeblich zur öffentlich wie wissenschaftlich vorherrschenden Meinung über die Altruismus-Konzeptionen beigetragen, ist aber von Vorurteilen und westlichem Denken geprägt. Nur sehr wenige vorsichtige, methodisch unklare Neuversuche in kurzen Kapiteln wurden seither unternommen. Eine breit angelegte, fundierte Untersuchung scheint also notwendig und wird anhand zweier Persönlichkeiten unternommen, für die Nächstenliebe und Mitgefühl in ihrem Denken zentral sind, recht gut ausgearbeitet sind und die eine vergleichbare religionspolitische Stellung einnehmen. Indem die Hintergründe in den heiligen Schriften, der Tradition, der Philosophie und der Mystik zum Verständnis herangezogen werden, bleibt der Vergleich nicht auf der Oberfläche, sondern untersucht auch Tiefenstrukturen der Theologien. Indem die Annahme gemacht wird, dass es in mehr als einer Religion umfassende, theologische Wahrheit gibt (religionstheologischer Pluralismus), sollen auch mögliche wechselseitige Bereicherungen untersucht werden. Voraussichtlich werden viele Vorurteile und Missverständnisse in diesem Thema überwunden oder erheblich relativiert.

Direct link to Lay Summary Last update: 20.08.2013

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Collaboration

Group / person Country
Types of collaboration
Universität Münster Germany (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Research Infrastructure

Scientific events

Active participation

Title Type of contribution Title of article or contribution Date Place Persons involved
Belief Diversity and the Lived Experience of Religion: Narratives and Interpretations Talk given at a conference The XIV. Dalai Lama – A Secular Approach to Buddhist Ethics or a Buddhist Approach to Secular Ethics? 17.10.2016 Bern, Switzerland Staub Richard;
Buddhist-Christian Relation in Asia Talk given at a conference Christian Charity and Buddhist Compassion. An Outline of Stereotypes. 25.06.2015 St. Ottilien, Germany Staub Richard;


Abstract

1. Zusammenfassung:Zwei von ihrer religiösen Bedeutung her vergleichbare Grössen sollen verglichen werden: Papst Johannes Paul II/Karol Wojtyla (römisch-katholisch) sowie der XIV. Dalai Lama/Tenzin Gyatso (tibetischer Buddhismus). Beide machten (Papst) und machen (Dalai Lama) sich für ethische Belange stark. Die These der Arbeit liegt in der Kommensurabilität, Kompatibilität und potentiellen Komplementarität der Denkmuster der beiden Personen hinsichtlich dessen, was christlicherseits (Nächsten-) Liebe (agape), buddhistischerseits Mitgefühl (karuna) genannt wird, und will mögliche wechselseitige Bereicherungen untersuchen. Die Arbeit des Gesuchstellers soll nun aber nicht materiale Ethiken miteinander vergleichen, sondern behandelt Strukturen im Hinblick auf systematisch-theologische/philosophische Zusammenhänge, namentlich hinsichtlich dessen, was eine nächstenliebende/mitfühlende Handlung ist, wie sie begründet wird und inwiefern sowie auf welche Weise Auswirkungen solcher Handlungen auf das handelnde Subjekt aufgezeigt werden können. Bei letzterem spielen vor allem phänomenologische und religiös gedeutet in Ansätzen mystische Überlegungen eine Rolle. Letztlich wird nach der Systematik innerhalb der jeweiligen Lehren/Dogmen einer ethisch vollkommenen Handlung gemäss den religiösen Führern der beiden Religionen gefragt. Die gewählte Methode der komparativen Theologie impliziert nicht nur Vergleiche auf der Oberfläche, sondern berücksichtigt auch Tiefenstrukturen wie die erwähnten Begründungszusammenhänge bis hin zu mystischen Aspekten. Der angestellte Vergleich beinhaltet eine theologische Reflexion des Vergleichs (Kompatibilität, mögliche Befruchtungen, theologische Implikationen).
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