Project

Back to overview

Variantenwörterbuch des Deutschen - Überarbeitung, Erweiterung und Aktualisierung

English title Dictionary of National Variants of Standard German - Revision, Enlargement and Updating
Applicant Bickel Hans
Number 137521
Funding scheme Project funding (Div. I-III)
Research institution Deutsches Seminar Universität Basel
Institution of higher education University of Basel - BS
Main discipline German and English languages and literature
Start/End 01.02.2012 - 31.12.2014
Approved amount 350'947.00
Show all

Keywords (6)

Standardsprache; Soziolinguistik; Deutsch als plurizentrische Sprache; Wörterbuch; Varietätenlinguistik; Germanistik

Lay Summary (German)

Lead
Lay summary

Ziel des Projektes ist die vollständige Überarbeitung, Aktualisierung und Erweiterung des Variantenwörterbuchs des Deutschen. Das Variantenwörterbuch ist nach sechsjähriger Bearbeitungszeit im Dezember 2004 erschienen. Es enthält ca. 12.000 Wörter und Wendungen der deutschen Standardsprache mit national oder regional eingeschränkter Verbreitung oder Differenzen im Gebrauch sowie deren gemeindeutsche Entsprechungen. Ein solches Wörterbuch existiert bisher noch für keine andere Sprache. Es kommt für alle Sprachen in Betracht, die nationale oder regionale standardsprachliche Besonderheiten aufweisen, vor allem für Sprachen, die sich über mehrere Nationen oder Staaten erstrecken (plurinationale oder plurizentrische Sprachen). Dieses Wörterbuch ist deshalb von grundlegender wissenschaftlicher Bedeutung nicht nur für die deutsche Lexikographie, sondern für die Sprachwissenschaft insgesamt.  

Mit dem Erscheinen der Erstauflage kann die Arbeit am Variantenwörterbuch nicht als abgeschlossen gelten. Aufgrund der für ein neuartiges lexikographisches Werk äusserst kurzen Bearbeitungszeit mussten die so genannten „Viertelzentren“  (Rumänien, Namibia, mennonitische Gemeinschaften in Nord- und Südamerika) des Deutschen unberücksichtigt bleiben. Ebenso konnte die Binnendifferenzierung Deutschlands, auch aufgrund fehlender Vorarbeiten, nur schemenhaft erfasst werden. Schliesslich mussten, ebenfalls aus Zeitgründen, sogar viele Hinweise auf nationale Varianten in Österreich und der deutschen Schweiz entfallen. Eine vollständige Neubearbeitung soll nun diese Lücken schliessen oder zumindest wesentlich verkleinern. Das Wörterbuch soll zudem aktualisiert werden, und es sollen die dem Zeitdruck geschuldeten Ungenauigkeiten und Fehler der ersten Ausgabe verbessert werden. Nicht zuletzt werden die Forschungsergebnisse der Erstauflage auch in eine theoretische Neufassung zentraler Begrifflichkeiten münden (z. B. der Begriff ‚Standardsprache(n)‘ aus lexikalischer Perspektive), die mit dem Variantenwörterbuch erstmals für eine Gesamtsprache auf eine (auch areal) umfassende empirische Basis gestellt wird. Das Projekt ist trinational angelegt, mit selbständigen Arbeitsstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, in Zusammenarbeit mit weiteren Experten in den deutschen Halbzentren (Liechtenstein, Luxemburg, Südtirol, Ostbelgien) sowie den Viertelzentren (Rumänien, Namibia, mennonitische Gemeinschaften in Nord- und Südamerika).

Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Publications

Publication
Variantenwörterbuch des Deutschen. 2., vollständig neu bearbeitete Auflage
Ammon Ulrich, Bickel Hans, Lenz Alexandra N., Fink Juliane, Gellan Andreas, Hofer Lorenz, Schneider-Wiejowski Karina, Suter Sandra (2016), Variantenwörterbuch des Deutschen. 2., vollständig neu bearbeitete Auflage, Walter de Gruyter, Berlin/Boston.
Gutes und angemessenes Standarddeutsch in der Schweiz
Bickel Hans, Hofer Lorenz (2013), Gutes und angemessenes Standarddeutsch in der Schweiz, in Schneider-Wiejowski Karina (ed.), de Gruyter, Berlin, 79-100.
Variantenwörterbuch des Deutschen – NEU. Dynamik der deutschen Standardvariation aus lexikografischer Sicht
Bickel Hans, Hofer Lorenz, Suter Sandra, Variantenwörterbuch des Deutschen – NEU. Dynamik der deutschen Standardvariation aus lexikografischer Sicht, in Kehrein Roland (ed.), de Gruyter, Berlin.

Collaboration

Group / person Country
Types of collaboration
Prof. Ioan Lazarescu, Germanic Languages and Literature, Universität Bukarest Romania (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
Prof. Ulrich Ammon, Fachbereich Germanistik, Universität Duisburg-Essen Germany (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
Univ.-Prof. Dr. Alexandra N. Lenz, Institut für Germanistik, Universität Wien Austria (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
Dr. Joachim Steffen, DAAD-Lektor und Profesor Visitante an der Universidad Nacional de México Mexico (North America)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
Joerg Klinner, DAAD-Lektor und Lehrbeauftrager in Windhoek Namibia (Africa)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results

Scientific events

Active participation

Title Type of contribution Title of article or contribution Date Place Persons involved
8th Days of Swiss Linguistics Talk given at a conference Dynamik der deutschen Standardvariation aus lexikographischer Sicht 19.06.2014 Zürich, Switzerland Hofer Lorenz; Suter Sandra;


Self-organised

Title Date Place
Workshop zur Variantenlexikographie 15.09.2013 Basel und Freiburg i. Ü., Switzerland

Knowledge transfer events

Active participation

Title Type of contribution Date Place Persons involved
Besonderheiten der deutschen Standardsprache (Lehrerfortbildung) Talk 21.08.2012 Bern, Gymnasium Kirchenfeld, Switzerland Bickel Hans;


Communication with the public

Communication Title Media Place Year
Talks/events/exhibitions Besonderheiten der deutschen Standardsprache. Lehrerfortbildung am Gymnasium Kirc German-speaking Switzerland 2012
Talks/events/exhibitions Hochdeutsch in der Schweiz. Jahresversammlung des Vereins für deutsche Sprache, Zürich German-speaking Switzerland 2012

Associated projects

Number Title Start Funding scheme
124582 Wörterbuch der festen Wendungen und Wortverbindungen der deutschen Sprache 01.04.2009 Project funding (Div. I-III)
49155 Wörterbuch 'Nationale Varianten des Deutschen'. 01.08.1997 Project funding (Div. I-III)

Abstract

Ziel des Projektes ist die vollständige Überarbeitung, Aktualisierung und Erweiterung des Variantenwörterbuchs des Deutschen. Das Variantenwörterbuch ist nach sechsjähriger Bearbeitungszeit im Dezember 2004 erschienen. Es dokumentiert die nationalen und regionalen standardsprachlichen Varianten des Deutschen in den drei „Vollzentren“ der deutschen Sprache Deutschland, Österreich und der Schweiz, sowie in den vier „Halbzentren“ Liechtenstein, Luxemburg, Südtirol und Ostbelgien. Die möglichst vollständige Erfassung der nationalen und regionalen Varianten einer Standardsprache ist von grundlegender wissenschaftlicher Bedeutung, da Entsprechendes bislang für keine Sprache durchgeführt wurde. Sie verspricht neue Einsichten in die internen linguistischen wie soziolinguistischen Differenzierungsprozesse von Standardsprachen. Ausserdem dient sie dem besseren Verständnis zwischen den verschiedenen deutschsprachigen Nationen, da deren Sprachbesonderheiten - anders als in der bisherigen Kodifizierungspraxis des Deutschen - ausgewogen berücksichtigt werden. Drittens bietet es als Werk der Grundlagenforschung der lexikografischen Erforschung Beschreibung des Deutschen die notwendige Datenbasis für die Beurteilung der nationalen und regionalen Variation. Viertens liefert es die empirische Basis für zentrale theoretische Fragestellungen im Spannungsfeld zwischen lexikalischer Variation und standardsprachorientierten Normen.Die Erstauflage des Variantenwörterbuchs ist auf grosses Interesse gestossen, sowohl in der Wissenschaftsgemeinschaft als auch bei einem breiteren, sprachlich interessierten Publikum (über 10'000 verkaufte Exemplare). Die Forschungsergebnisse, die mit der Erstauflage des Variantenwörterbuchs publiziert vorliegen, sind und werden bei den Neubearbeitungen anderer Standardwörterbücher berücksichtigt, und sie fliessen zunehmend in die Unterrichtsmaterialien für Deutsch als Erst- und Fremdsprache ein. Auch ausserhalb der deutschsprachigen Länder ist das Variantenwörterbuch zu einem anerkannten Standard- und Nachschlagewerk avanciert, was sich u.a. in einer chinesischen Lizenzausgabe des Wörterbuchs (erschienen in Shanghai: Shanghai Translation Publishing House 2009, mit chinesischer Übersetzung der 75-seitigen Einleitung) und einem Projekt zur Portierung dieser Ausgabe auf Handheld-Computer (durch die Firma Shen Zhen Kuai Yidian) manifestiert.Mit dem Erscheinen der Erstauflage kann die Arbeit am Variantenwörterbuch nicht als abgeschlossen gelten. Das ursprüngliche Ziel, einen ersten Überblick über die nationalen und regionalen standardsprachlichen Varianten des Deutschen zu geben, konnte im Wesentlichen zwar erreicht werden. Allerdings mussten aufgrund der für ein neuartiges lexikographisches Werk äusserst kurzen Bearbeitungszeit die so genannten „Viertelzentren“ des Deutschen unberücksichtigt bleiben. Ebenso konnte die Binnendifferenzierung Deutschlands, auch aufgrund fehlender Vorarbeiten, nur schemenhaft erfasst werden. Schliesslich mussten, ebenfalls aus Zeitgründen, sogar viele Hinweise auf nationale Varianten in Österreich und der deutschen Schweiz entfallen. Eine vollständige Neubearbeitung soll nun diese Lücken schliessen oder zumindest wesentlich verkleinern. Das Wörterbuch soll zudem aktualisiert werden, und es sollen die dem Zeitdruck geschuldeten Ungenauigkeiten und Fehler der ersten Ausgabe verbessert werden. Nicht zuletzt werden die Forschungsergebnisse der Erstauflage auch in eine theoretische Neufassung zentraler Begrifflichkeiten münden (z. B. der Begriff ‚Standardsprache(n)‘ aus lexikalischer Perspektive), die mit dem Variantenwörterbuch erstmals für eine Gesamtsprache auf eine (auch areal) umfassende empirische Basis gestellt wird.Das Projekt ist trinational angelegt, mit selbständigen Arbeitsstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, in Zusammenarbeit mit weiteren Experten in den deutschen Halbzentren (Liechtenstein, Luxemburg, Südtirol, Ostbelgien) sowie den Viertelzentren (Rumänien, Namibia, mennonitische Gemeinschaften in Nord- und Südamerika).
-